Mit dem Handy unterwegs durch Brandenburg

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06. Januar 2013, 07:05 Uhr

Potsdam | Auf dem Handy können Brandenburg-Besucher mit einer speziellen Software auf einen Blick Sehenswürdigkeiten in der Nähe abfragen, sich nach freien Betten erkundigen oder sich den Wanderweg anzeigen lassen. Über 10 000 haben davon seit vergangenem Sommer Gebrauch gemacht. Die "Brandenburg App" sei somit nicht nur im Deutschlandtourismus einmalig, sondern auch eine Erfolgsgeschichte, wie Sprecherin Martina Göttsching von der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB) betont.

Die Plattform auf dem Handy bringe wesentlich mehr, als die Informationsangebote im Internet, da sie die Informationen zielgerichtet dem jeweiligen Standort des Urlaubers anpasst.

Brandenburgs Touristiker rüsten sich generell mit Internet und neuen Medien. Zwar bieten nach Aussagen von Jan Hoffmann, Leiter Internet der TMB, erst zehn Prozent aller Vermieter im Land eigene Buchungsformulare auf den Internetseiten an. Zusätzlich können Interessierte aber ihre Anfragen per Mail schicken oder über spezielle Portale buchen. Es gebe aber auch noch Tourismusanbieter im Land, die vollständig "offline" sind, so Hoffmann.

Die TMB plant, eine einheitliche, aber jeweils der Umgebung angepasste Onlinebuchungsfunktion auf den Webseiten der Anbieter zu schaffen, so Hoffmann weiter. "Das ist ein wichtiger Schritt, damit de Weg von der Suche zur Buchung erheblich vereinfacht wird."

Jeder zweite Urlaubswillige hat laut Reisemonitor des ADAC schon einmal eine Reise über das Internet gebucht. Fast zwei Drittel informieren sich im Datennetz. "Das zeigt bereits die Bedeutung auf, touristische Informationen im Internet verfügbar zu machen", sagt Göttsching.

Auch in sozialen Netzwerken sind Brandenburgs Touristikunternehmen zunehmend präsent. Gerade gestartet ist eine neue Facebook-Seite "reiselandbrandenburg", die Naturerlebnisse mit Veranstaltungstipps und Kulturthemen verbindet, so Göttsching. Fast zwei Jahren gab es zuvor eine Facebook-Seite zum Austausch über die Naturlandschaften. Zunehmend seien einzelne Regionen vertreten. Eine Seite der Uckermark hat beispielsweise über 1000 Fans.

Ganz ohne Prospekte geht es aber nicht. Nach den Erfahrungen der TMB nutzen viele Urlauber nach dem Surfen im Netz noch Kataloge oder einen direkten Kontakt in den Touristinformationen, bevor sie sich endgültig entscheiden.

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