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Der Prignitzer

19. November 2017 | 22:51 Uhr

Mit 80 Jahren Chef im Verein

vom

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2013 | 09:39 Uhr

Perleberg | Seit dem 24. März ist Dr. Kurt Kuse der Vorsitzende der Westprignitzer Briefmarkensammler. Und damit hat sich der Älteste im Verein den Hut aufgesetzt. "Notgedrungen", gesteht er offen ein. Denn nach 31 Jahren sagte Paul Pluskota, es ist genug. Im Mai feiert er seinen 79. Geburtstag und die Gesundheit fordere inzwischen ihren Tribut. Ein Jüngerer fand sich "in unserem Alt-Männerverein, unser Durchschnittsalter liegt bei 75 Jahren, leider nicht", fügt Dr. Kuse schmunzelnd an, denn selbst hat er bereits die 80 erreicht. Damit nicht ein weiterer Verein mit Tradition aus dem Bild der Stadt verschwinde, habe er die Bürde auf sich genommen, wohl wissend, dass er in seinem Stellvertreter Gunter Daberkow und im Ehrenvorsitzenden Paul Pluskota hilfreiche Mitstreiter hat, die ihn nicht allein auf weiter Flur stehen lassen. Bis zur nächsten Vorstandwahl in drei Jahren will Dr. Kuse den Verein leiten. Er verbindet damit allerdings auch die Hoffnung, dass dann ein anderer den Vorsitz übernimmt, "möglichst natürlich ein viel jüngerer. Doch das wird nicht einfach, auch wenn wir eine Jugendgruppe und hier einen überaus engagierten Leiter haben. Denn wenn die Jugendlichen die Schule verlassen, verlassen sie meist auch Perleberg oder haben andere Interessen, so dass die Philatelie hinten runter fällt".

Seit 1959 ist Dr. Kuse bei den Briefmarkensammlern, bei Paul Pluskota werden es am 1. Juni gar 60 Jahre. "Damals wurde ich Mitglied in der Wittenberger Arbeitsgemeinschaft Philatelie im Kulturbund der DDR", erinnert sich Pluskota. Doch das Faible für die kleinen gezähnten Kunstwerke entdeckte er bereits im zarten Alter von 13 Jahren. "Schuld daran war mein Lehrer Heinz Muchow. Er war leidenschaftlicher Briefmarkensammler", plaudert Paul Pluskota ein wenig aus dem Nähkästchen. Neben den so genannten Postwertzeichen war es vor allem aber auch die Geschichte, die sich um diese rangt, die den Perleberger immer wieder faszinierte. Die Blaue Mauritius, die nicht nur in Fachkreisen ein Begriff ist, habe er zwar nicht, dafür aber die Penny Black - die erste Briefmarke der Welt, herausgegeben im Mai 1840 in England. Auch wenn jene heute in jedem gut sortierten Philatelie-Fachgeschäft zu haben ist, für Paul Pluskota ist sie seine kleine Rarität. Andere seiner kleinen Kunstwerke und die der Mitglieder des Westprignitzer Briefmarkensammler-Vereins wird man wieder vom 4. Juni bis 7. Juli in einer Ausstellung in der Sparkasse am Großen Markt bewundern können. Und wie in jedem Jahr gibt es auch wieder ein Treffen mit den Lüneburger Briefmarkenfreunden, mit denen die Perleberger eine langjährige Partnerschaft verbindet. Voraussichtlich am 21. September werden die Rolandstädter ins Wendland reisen.

Fest im Arbeitsplan des Vereins verankert sind natürlich auch die monatlichen Tauschveranstaltungen im Angelstübchen. Die nächste ist für den 28. April geplant. Übrigens, ab August finden die Tauschveranstaltungen dann im "Belo Horizonte" statt.

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