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Der Prignitzer

22. Oktober 2017 | 17:50 Uhr

Mission Wohlfühlen geht ins 17. Jahr

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kristall-Therme Bad Wilsnack plant Millionen-Investition / Saunabereich soll erweitert, Gastronomie attraktiver gestaltet werden

von
erstellt am 25.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Im Dezember wurde sie 16 Jahre alt: die Kristall-Therme in Bad Wilsnack. Zeit, um Firmengeburtstage oder andere Anlässe dieser Art zu feiern, bleibt in der Regel nicht viel. Die mehr als 90 Mitarbeiter sind an allen Tagen des Jahres im Einsatz, mit einer kleinen Einschränkung zu Heiligabend. Rund 370 000 Gäste wurden im gerade zu Ende gegangenen Jahr hier gezählt. Mit anderen Worten: Im Schnitt besuchen täglich gut 1000 Erholungssuchende die Therme, konstant seit Jahren.

Seit ihrer Eröffnung zählte die Einrichtung mehr als fünfeinhalb Millionen Besucher. Im Thermenumfeld sind in den vergangenen Jahren rund 700 Arbeitsplätze entstanden, auch die Hotelauslastung stieg in der Region teils deutlich. Neben dem normalen Bad- und Saunabetrieb laufen ganzjährig Veranstaltungen und Themenwochen für die Gäste. 2017 sind es rund 40 Events.

Die Organisatoren stützen sich dabei auf Bewährtes, wie die Kristall Fit- und Vitalwochen im März und September, die Termine fürs romantische Vollmondschwimmen, Saunaabende und -feste sowie Wellnesstage – z. B. am heutigen Mittwoch. Sie modifizieren aber zum Beispiel die musikalische Ausrichtung bestimmter Veranstaltungen. So wandeln die Saunafeste am 31. März, 16. Juni, 30. September und 18. November unter anderem auf den Spuren der 80er Jahre oder auf denen der „Route 66“. Überdies ist vom 17. bis 19. Februar wieder der Winter-Wanderzirkus „Väterchen Frost“ zu Gast.

Nach einem denkwürdigen 2016, in dem der Unternehmensgründer und Geschäftsführer der Kristall Bäder AG, Heinz Steinhart, einem Krebsleiden erlag und es diverse Veränderungen an der Firmenspitze und im Management gab, sollen die geplanten Vorhaben am Standort Bad Wilsnack nun umgesetzt werden. Für die kommenden zwei Jahre sind verschiedene Maßnahmen für eine attraktivere Gestaltung der Gastronomie und der Becken geplant sowie die Erweiterung des Saunabereiches und der Liegeflächen.

Auch die technischen Anlagen werden generalüberholt. Das bestätigt Gerd Bittermann, Vorstandsvorsitzender der Kristall Bäder AG, auf Nachfrage des „Prignitzers“. An der millionenschweren und schon seit längerer Zeit avisierten, umfangreichen Erweiterung der Therme – unter anderem mit einem Premium-Saunabereich – hält man fest. Hierzu wurde ein bebauungsrechtliches Verfahren eingeleitet. Das Projekt soll, so Bittermann, ebenfalls in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Das Wilsnacker Stadtparlament fasste bereits den notwendigen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Beauftragt mit der Planung ist die Ingenieur-Gesellschaft-Perleberg (IGP). Diese musste vor der Fertigstellung des Bebauungsplan-Entwurfs zunächst im Herbst 2016 noch Umweltberichte abwarten und einarbeiten – ein normales Prozedere, auf das man bei diesem Projekt besonderes Augenmerk legt, weil sich das künftige Bauareal am Rande des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und zudem in einem Kurort befindet.

Die notwendigen Grundstücksankäufe sind getätigt. Insgesamt handelt es sich um rund 40 000 Quadratmeter. Der zusätzliche Platz soll auch für die Vergrößerung der Pkw-Stellflächen genutzt werden. „Wir wissen, dass die Erweiterung nötig ist. Die Voraussetzungen sind gegeben, der Standort ist es allemal wert. Bad Wilsnack läuft gut, wir sind sehr zufrieden“, unterstreicht Bittermann.

Er machte in diesem Zusammenhang auch deutlich, dass sich das Unternehmen in Brandenburg auf die Weiterentwicklung seiner beiden Standorte – Ludwigsfelde und Bad Wilsnack – konzentriere. Die Pläne für die Blütentherme in Werder/Havel, die es einst gab, liegen nicht mehr auf dem Tisch der Kristall Bäder AG. Die Stadt Werder und der Konzern hätten sich einvernehmlich getrennt. Insgesamt gehören deutschlandweit derzeit zwölf Thermen zur Firmengruppe.

Prominenter Besuch hat sich übrigens für demnächst angekündigt: Der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Kristall Bäder AG, Dr. Günther Beckstein (bayerischer Ministerpräsident a. D.), kommt gemeinsam mit Gerd Bittermann nach Bad Wilsnack. Bei dieser Gelegenheit wolle man die künftig intensivere Zusammenarbeit zwischen der Kurstadt und der Kristall-Therme besprechen, hieß es auf Nachfrage unserer Redaktion. „Der ehemalige Ministerpräsident ist äußerst engagiert im Konzern, insbesondere in Bezug auf die neue, einzigartige Therme in Kochel am See. Das Kristall trimini Kochel am See (Bayern/Landkreis Bad Tölz - d. Red.), mit Ausblick auf Herzogstand und Kochelsee, wird im ersten Quartal dieses Jahres eröffnet“, blickt Gerd Bittermann voraus.  

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