Forschergeist belohnt : Ministerin zeichnet die „Jungen Frösche“ aus

Die Kinder haben ein  Modell von ihrer Baggerkuhle gebaut.
Die Kinder haben ein Modell von ihrer Baggerkuhle gebaut.

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19. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Forschergeist wird belohnt: Große Ehre ereilte gestern die 17 Mädchen und Jungen der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Junge Frösche“ der Gijsels-van-Lier-Grundschule Lenzen. Ihr gemeinsam mit der Naturwacht im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe betreutes Projekt „Lern- und Erlebnisort Baggerkuhle“ wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ gewürdigt. Dafür erhielten die jungen Naturforscher und die Vertreter der Naturwacht aus den Händen von Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) im Beisein von Landrat Hans Lange und weiteren Gästen eine Urkunde und das dazugehörige Auszeichnungsschild.

Naturwacht-Rangerin Ricarda Rath bezeichnete die einst verwilderte Grube am Stadtrand „als Tümpel mit magischer Anziehungskraft für neugierige und abenteuerliche Kinder.“ Bis vor wenigen Jahren sei das heutige Vorzeigeobjekt vermüllt, zugewachsen und verlandet gewesen. Dann hätten die Kinder der AG angepackt und ein kleines Paradies für Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Während der einmal wöchentlich stattfindenden AG-Treffen reduzierten die Erst- bis Viertklässler mit Begeisterung beispielsweise den Schilfbestand im Tümpel, entnahmen Gehölze im Uferbereich, bauten Nisthilfen und stellten eine Steilwand für Uferschwalben wieder her.

Seit 2010 betreuen, entwickeln und beobachten die Schüler der AG das Umfeld der Baggerkuhle, erkundeten dort die vielfältigen Lebensräume. „Die Kinder entwickeln eigene Ideen, wollen selbst entdecken. Sie entscheiden selbst, woran sie arbeiten möchten. Wir als Naturwacht verstehen uns als Begleiter“, so Ricarda Rath.
Schulleiterin Sabine Döpel betonte, dass die Baggerkuhle ein Lern- und Erlebnisort für ihre Schüler und weitere Gruppen geworden ist. Bedauernd stellte sie fest, dass die Kapazitäten in der AG nicht wie gewünscht ausreichen. „Für diese Arbeitsgemeinschaft gibt es sogar eine Warteliste.“

Nicht warten musste Jacqueline Fleckenstein. „Mich interessiert, wie zum Beispiel die Frösche leben und sich entwickeln.“ Jorina Rath ist bereits im vierten Jahr in der Arbeitsgemeinschaft. „Es macht mir hier viel Spaß, vor allem das Keschern. Ich interessiere mich sehr für Molche.“

„Projekte, wie diese, begeistern mich, weil Kinder als Akteure die Grundlagen für ,Biologische Vielfalt’ selbst schaffen und ihre Erfolge hautnah erleben können“, sagte Ministerin Tack.

Die Lenzener „Baggerkuhle“ ist erst das dritte mit diesem Prädikat versehene Projekt im Land Brandenburg.


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