Minikreisel und Asphalt

Planungen für die Sanierung der Berliner Straße nehmen konkretere Formen an / Ausschuss befasste sich damit

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11. März 2015, 12:00 Uhr

Vor fast genau einem Jahr beschloss das Stadtparlament die Vorplanung für den Ausbau der Berliner Straße. Das Verfahren ist jetzt so weit gediehen, dass gestern im Stadtentwicklungsausschuss die Entwurfsplanung vorgestellt werden konnte.

Auf einem 785 Meter langen Abschnitt zwischen Wilsnacker Straße und B 5 sollen – in Abhängigkeit davon, ob und wann Fördermittel fließen – bereits im nächste Jahr die ersten Arbeiten beginnen. Augenfälligste Veränderung in der Verkehrsführung wird ein Minikreisverkehr sein. Dieser ist am Knoten Berliner Straße / Bäckerstraße / Pritzwalker und Wilsnacker Straße geplant – derzeit eine Ampelkreuzung. Vorgesehen sind zudem im Straßenverlauf künftig drei Querungshilfen für Fußgänger. In Abstimmung mit der Verkehrsgesellschaft Prignitz sollen außerdem zwei Bushaltestellen angelegt werden. Die Oberfläche soll asphaltiert werden. Pflasterungen wird es nur noch im Bereich der Gossen, Nebenflächen und des Gehwegs geben.

Auch, was den Baumbestand angeht, gibt es bereits konkrete Vorstellungen zum Antlitz der Straße. So will man ab Kreuzung bzw. Kreisverkehr bis etwa in Höhe der Polizeiinspektion auf Pflanzungen verzichten, um einen offenen Blick in die Altstadt zu gewähren. Daran anschließend sollen beidseitig – unter Berücksichtigung möglicher Pkw-Parkplätze – neue Bäume gesetzt werden.

Beim vorhandenen Bestand ab Höhe des Sportplatzes handelt es sich um eine geschützte Allee, die erhalten bleibe, so die Fachleute des Ingenieurbüros Pöyry Deutschland GmbH, das mit den Planungsarbeiten beauftragt ist und den Entwurf vorstellte. Laut eines Gutachtens vom Mai 2012 ist der Baumbestand relativ vital, die Restlebenserwartung der meisten Bäume liege bei mehr als 20 Jahren.

Auch in der Tiefe wird sich einiges tun: So muss beispielsweise der Regenwasserkanal neu verlegt werden. Wie auch bei anderen, ähnlichen Vorhaben wolle man WTAZV und PVU mit ins Boot nehmen, damit die Ver- bzw. Entsorger ihr Netz sanieren oder auch bei Bedarf gleich neu verlegen können.

Der Bau des ersten Abschnitts von der jetzigen Ampelkreuzung bis zur Einmündung in die Dobberziner Straße ist bereits Bestandteil der Finanzplanung für die Jahre 2016 / 2017. Dem Hauptausschuss obliegt es nun in seiner nächsten Sitzung, die Entwurfsplanung für die Berliner Straße zu billigen, damit anschließend an die konkretere Umsetzung gegangen werden kann.  

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