Karstädter Spezialfahrzeug GmbH : Millioneninvestition in die Zukunft

Der Karstädter Unternehmer Harald Bruhns (l.) erklärte dem CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke (r.) die Investition in die neue Produktionshalle.  Fotos: Martina Kasprzak
Der Karstädter Unternehmer Harald Bruhns (l.) erklärte dem CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke (r.) die Investition in die neue Produktionshalle. Fotos: Martina Kasprzak

Bruhns Spezialfahrzeug GmbH in Karstädt baut 1000 Quadratmeter große Produktionshalle mit neuen Servicestellen

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02. November 2015, 08:00 Uhr

„Ich hoffe, dass wir voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres fertig sein werden“, erklärte Geschäftsinhaber Harald Bruhns von der Bruhns Land-, Forst-, Gewerbe- und Kommunaltechnik GmbH in Karstädt. Am 9. Juli dieses Jahres feierte die Firma ihr 25-jähriges Bestehen, damals noch in Pröttlin gegründet. Zwei Jahre später ging es nach Karstädt. Und derzeit wird dort im Gewerbegebiet an der Postliner Straße von der neu gegründeten Bruhns Spezialfahrzeuge GmbH gerade eine neue rund 1000 Quadratmeter große Produktionshalle errichtet.

Denn das Unternehmen expandiert. „Ich wollte auch mal Produzent werden und nicht nur immer Händler sein“, bemerkt Harald Bruhns. Sein Vertriebsleiter Landtechnik, Rayk Wernicke, hatte eine Idee. „Wir sind uns sicher, dass das ganze Transportsystem in der Landwirtschaft ersetzt werden muss. Die Traktoren leisten heute schon Transportarbeiten von 60 bis 70 Prozent“, erklären die Fachmänner unisono. Und so fingen sie 2009 an, sich mit dem Umbau des Offroad-Lkw Zetros von Mercedes-Benz zur landwirtschaftlichen Zugmaschine mit entsprechendem Aufbau für landwirtschaftliche Schüttgüter zu beschäftigen. „Wir haben uns unseren Umbau von Mercedes abgesegnen lassen, er wurde von Ingenieuren geprüft. Wir können nur für unsere Umbauten die Garantie übernehmen, die volle Fahrzeuggarantie kommt von Mercedes“, erklärt Harald Bruhns. Und die Karstädter haben sich ihr Konzept schützen lassen. Ihre landwirtschaftlichen Zugmaschinen mit den verschiedenen Aufbauten und dem stabilen Ketten-Band-System zum Entladen laufen unter dem Namen „Secutor“, mit dem sie seit 2011 auf dem Markt sind. Er sei in allen Belangen (wie Dieselverbrauchsmessung, Lautstärke, Ergonomie) dem Traktor überlegen. Das können die Karstädter auch mit einer Untersuchung der Fachhochschule Soest belegen. „Wichtig ist für uns, dass die Fakten von Unabhängigen kommen“, so Bruhns. Einige dieser Spezialgefährte fahren bereits in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Thüringen. Vom 8. bis 14. November stellt Bruhns zum dritten Mal ein solches Gefährt auf der weltgrößten Fachmesse für Landtechnik, der „Agritechnica“, in Hannover aus.

„Wir wollen jetzt Professionalität in die Produktion und in den Service dieser Spezialfahrzeuge bekommen“, erklärt Harald Bruhns. So benötigt die Firma eben die neue Produktionshalle und eine Erweiterung der Servicestellen. Dazu werden rund 1,7 Millionen Euro in die Zukunft investiert, wobei rund 750 000 Euro von der ILB als Fördermittel fließen.

Angefangen hat die Firma mit einem Vertrag mit Mercedes-Benz als Unimog-Generalvertreter für den Raum Prignitz/Ostprignitz und kleine Teile in Richtung Osterburg, Havelberg, Rathenow und Röbel in Mecklenburg-Vorpommern. Parallel dazu kam ein Vertrag mit der Landtechnik von Claas. Und Bruhns expandierte in den vergangenen Jahren so auch mit Pflanzenschutztechnik. Nach Karstädt gibt es noch Standorte in Quitzow, Berlin und Holthusen.

Derzeit sind 75 Mitarbeiter, darunter acht Auszubildende (zwei im Büro, sechs in der Produktion) im gesamten Unternehmen beschäftigt. Und mit der neuen Produktionsschiene werden weitere sechs bis acht Mitarbeiter als Mechatroniker, Land- und Baumaschinenmechaniker sowie im metallverarbeitenden Bereich benötigt – ob schon ausgebildete Fachkräfte oder zukünftige Auszubildende. „Wer Interesse hat, kann sich schon jetzt bewerben“, sagt Harald Bruhns.  

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