zur Navigation springen

Abwassernetz Karstädt : Millionen für die Modernisierung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wasserverband investiert in den kommenden vier Jahren in ein neues Pumpwerk in der Putlitzer Straße und in Sanierung der Kläranlage

Knapp 500 000 Euro nimmt der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTZV) in diesem Jahr in die Hand, um das Pumpwerk an der Putlitzer Straße und die Kläranlage auf Vordermann zu bringen.

Das Pumpwerk ist rund 50 Jahre alt mit der Errichtung der Pumpen in Trockenaufstellung (separater Sammelraum und Pumpenraum). Mitte der 80er Jahre und 1991 wurden Bauwerk und Technologie saniert. Trotz dieser Erhaltungsarbeiten sind erhebliche Mängel in beiden Bereichen des Pumpwerkes nachweislich, die den weiteren Betrieb ohne kurzfristige Umsetzung der Erneuerung nicht garantieren, wie der Technische Leiter beim WTAZV, Detlef Gottwald, erklärte. Eine Folge wäre der Ausfall der Schmutzwasserentsorgung im gesamten Einzugsbereich. Zu ihm gehören für das Pumpwerk „Putlitzer Straße“ neben reinen Wohngebieten und Kleingewerbeunternehmen zu großen Teilen auch das Gewerbegebiet der Ortslage mit Avena, Aral, Getreide AG und Baro Landhandel.

Die Erneuerung des Pumpwerkes soll im Sommer beginnen. Die Kosten belaufen sich auf rund 192 500 Euro. Der WTAZV hat dafür einen Förderantrag bei der ILB (Investbank Land Brandenburg) gestellt. Eine Entscheidung steht noch aus. „Wir bauen auch ohne Fördermittel“, sagt Gottwald. Das alte Pumpwerk wird abgerissen und ein neues am selben Standort in Nassaufstellung errichtet. Der Technische Leiter erklärt: „Vorteil der Nassaufstellung gegenüber der Sanierung der Trockenaufstellung ist die Nutzung der bestehenden bis zur Fertigstellung der neuen Anlage. Insgesamt ist der Neubau wirtschaftlich günstiger.“

Wesentlich kosten- und zeitintensiver wird die Sanierung der Kläranlage. Für sie steht ein Investionsplan von 2016 bis 2019. Die Erneuerung wird in diesen vier Jahren gut 1,8 Millionen Euro verschlingen. Und da kann der WTAZV keinen Förderantrag stellen, „da Sanierungen von Schmutzwasseranlagen, die nach 1990 errichtet wurden, nicht förderfähig sind“, berichtet Gottwald.

Das Klärwerk ist 1994 mit einer Kapazität von 10 000 Einwohnergleichwerten in Betrieb gegangen. Gegenwärtig ist es zu 80 Prozent ausgelastet. Allerdings sind seitdem die Maschinen- und Elektrotechnik weitestgehend unverändert und entsprechen in Teilen nicht mehr dem heutigen Stand.

Eine Zustandsanalyse, die der damalige Eigenbetrieb Abwasser Karstädt 2014 erarbeiten ließ, zeigt Maßnahmen auf, die es zeitlich gestreckt umzusetzen gilt. In Anlehnung dieser hat der WTAZV durch eigene Betrachtungen die Maßnahmen für die kommenden Jahre festgelegt, wie Gottwald sagt. In 2016/17 ist die Ertüchtigung des Rechengebäudes, des Sandfangs und der Elektro- und Steuerungstechnik mit einem Investitionsvolumen von rund 300 000 Euro geplant. Weitere Maßnahmen zur Ertüchtigung, wie z.B. biologische Reinigung, Schlammentwässerung und Sanierung von Bauwerken, werden in den Folgejahren umgesetzt mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro.  

zur Startseite

von
erstellt am 20.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen