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Der Prignitzer

16. Oktober 2017 | 23:49 Uhr

Milchkühe ziehen Ende September ein

vom

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 05:46 Uhr

Netzow | Ab Ende September sollen die 170 Milchkühe der Agrargenossenschaft Netzow wieder in ihren alten und doch modernisierten Stall einziehen. Am 11. Februar diesen Jahres war das Melkhaus in Netzow aufgrund eines technischen Defektes abgebrannt. Auch die Fassade des Stalls wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. "Die Versuchung war schon sehr groß, das Geld von der Versicherung zu nehmen und zu sagen, wir machen jetzt nur noch Ackerbau und lassen die Milchwirtschaft sein", sagt Geschäftsführer Konrad Goeritz.

Doch in Netzow hat man sich anders entschieden. "Das hätte nicht in unser Konzept gepasst und viel Milchviehhaltung gibt es ja auch nicht mehr in der Prignitz, so dass wir nicht nur das Geld von der Versicherung hier wieder investieren, sondern eine ordentliche Schippe ’drauf gelegt haben", sagt Goeritz. Die Fassade des Stalles ist wieder hergestellt, zusätzlich sind Lichtfenster im Dach installiert worden und auch an den Seiten wird es zusätzliche Lichtbänder geben.

Zukünftig werden auch drei Melkroboter die Kühe melken. Dazu wurde Technik neu angeschafft. Räume sind saniert. Ein Anbau wurde komplett neu erstellt. "Das kostet viel Geld und auch die Außenanlagen müssen in Ordnung gebracht werden. Wir müssen einen Feuerlöschteich bauen, weil der Hydrant 100 Meter zu weit entfernt ist, und wir bekommen eine komplett neue Trafostation. Auch die Wege auf dem Gelände werden erneuert, informiert der Geschäftsführer.

Die Milchkühe aus Netzow sind noch immer in Abbendorf untergebracht. Noch immer wird Futter von Netzow nach Abbendorf gebracht und noch immer müssen die Mitarbeiter die 170 Milchkühe dort betreuen. "Das verursacht sehr hohe Kosten, deshalb werden wir die Tiere Stück für Stück nach Netzow zurück holen. Zunächst 35 Milchkühe, so dass sich Kühe und Mitarbeiter an die neue Technik und den umgebauten Stall gewöhnen können", sagt Konrad Goeritz. Ohne die Investition wären einige Arbeitsplätze in Netzow weggefallen. "Wir wollten in diesem Jahr eigentlich den Abkalbestall erneuern und hatten uns am 4. Februar ein Angebot machen lassen.

Am 11. Februar brannte der andere Stall ab. Nun haben wir diesen saniert und modernisiert und das hält hoffentlich die nächsten 30 Jahre. Der Abkalbestall wird im kommenden Jahr in Ordnung gebracht". Bis Ende Oktober sollen alle 170 Milchkühe wieder in ihrer alten Heimat in Netzow sein.

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