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Milchkühe und Strohmauer vor dem Kanzleramt

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erstellt am 05.Jun.2013 | 05:45 Uhr

Prignitz/Berlin | Zu den gut 1000 europäischen Landwirten, die am Dienstag vor dem Berliner Kanzleramt für faire Milchpreise demonstrierten, gehörten auch Prignitzer wie der Berger Helge Dieckmann, der der Agrargenossenschaft Brunow vorsteht. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern reiste er nicht nur mit entsprechender Technik vor dem Kanzleramt an, sondern hatte auch rund 250 Kubikmeter Stroh geladen. Die Ballen wurden am Dienstagmorgen zu einer 60 Meter langen und vier Meter hohen Mauer aufgebaut, die die Blockadehaltung der Bundesregierung gegenüber neuen Beschlüssen des Europaparlamentes symbolisieren sollte. Brüssel, so Dieckmann, habe nämlich festgelegt, dass in Überproduktionszeiten Milchviehbetriebe, die ihre Produktion herunter fahren, dafür eine Entschädigung erhalten sollen. Zahlen sollen diese Gelder die Milchbauern, die ihre Produktion weiter ausbauen. Doch die Bundesregierung habe andere Vorschläge, die aber nur dazu führten, "dass die milchverarbeitende Industrie kontinuierlich einen billigen Rohstoff hat".

Von den Bundestagsfraktionen hätten sich auf der Kundgebung allerdings nur Vertreter der Grünen, der Linken und der SPD blicken lassen, die, so Dieckmann, das Anliegen der Milchbauern unterstützten. Mit CDU und FDP sei man nichts ins Gespräch gekommen. "Trotzdem war die Veranstaltung in Berlin topp, der Schritt dort hin bitter nötig", schätzt Dieckmann ein. Und er kündigt an, dass der Kampf um faire Milchpreise weiter gehe. 50 Cent pro Liter lautete die Forderung auf vielen Transparenten in Berlin. "Wir müssen einen Weg dorthin finden", betont der Berger.

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