Brand in Karstädt : Mieter können noch nicht zurück in ihre Wohnungen

Die Einsatzleitung lobte die Karstädter Wehr.
Die Einsatzleitung lobte die Karstädter Wehr.

Tatortgruppe des LKA gab den Wohnblock in Karstädt zwar wieder frei. Strom und Wasserversorgung fehlen aber noch.

von
15. Januar 2016, 22:00 Uhr

Während des Wohnhausbrandes am Donnerstag in Karstädt war ein Großteil der im Kreis stationierten Rettungswagen im Einsatz. Das bestätigt René Glaeser, Leiter des Prignitzer Rettungsdienstes. „Aus den drei Städten Perleberg, Wittenberge und Pritzwalk haben wir je einen angefordert.“

Dazu kam der Karstädter und ein fünfter Rettungswagen stieß von der Perleberger Wache dazu. „Er wird in solchen Notfällen von unseren eigenen Mitarbeitern aus der Verwaltung besetzt, die aber natürlich eine Ausbildung haben“, sagt Glaeser. Er selbst fuhr mit dem ebenfalls in Perleberg stationierten Gerätewagen Rettung.

Auf diesem befinden sich zwei Behandlungszelte. „Pro Zelt können wir bis zu acht Personen versorgen und das sogar intensivmedizinisch“, so Glaeser. Es gibt EKG- und Beatmungsgeräte, Liegemöglichkeiten, Verbandsmaterial. Beide Zelte verfügen über eine Heizmöglichkeit. „Damit können wir eine ganze Weile die Notfallversorgung am Einsatzort absichern. In Karstädt gab es zum Glück nur Leichtverletzte.“ Bei noch größeren Schadenslagen besitzt der Landkreis einen Behandlungsplatz, in dem bis zu 25 Personen versorgt werden können.

Im Einsatz war der zuständige Notarzt aus Perleberg, Unterstützt hat ihn Lutz Dieckmann, leitender Notarzt im Kreis. Bei mehr als fünf Verletzten wird er automatisch alarmiert, um vor Ort die medizinische Versorgung zu organisieren.

Da die Leitstelle in Potsdam die Einheiten alarmiert, hat sie zugleich den Überblick, wo im Kreis noch Kapazitäten für andere Notfälle frei sind. „Pro Standort hatten wir noch einen Rettungswagen“, sagt Glaeser. Dennoch könne unter Umständen in so einem Fall nicht die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von 15 Minuten eingehalten werden.

Ausdrücklich lobt René Glaeser die Karstädter Feuerwehr. „Die Kameraden haben einen echt guten Job gemacht und die Zusammenarbeit mit uns Rettungssanitätern klappte hervorragend.“

Unterdessen war gestern Vormittag die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes am Brandort im Einsatz. Das sind spezielle Kriminaltechniker „die nochmals den Brandort untersuchten“, teilte Dörte Röhrs, Pressesprecherin der Polizeidirektion Neuruppin, auf Anfrage mit. Die Auswertung dauert noch an. Am Mittag wurde der Wohnblock in der Straße der Freundschaft wieder freigegeben. „Wir können jetzt die Reinigungsfirma in die beiden Aufgänge lassen“, erklärte GWG-Geschäftsführer Klaus Neumann gegenüber unserer Redaktion. Aber noch ist nicht daran zu denken, dass die Mieter wieder zurück können. „Wir haben dort weder Wasser noch Strom. Die Heizung konnten wir schon wieder in Gang setzen“, so Neumann weiter, der zumindest dahingehend erleichtert war, dass die 15 betroffenen Wohnungen, die ohne Wasser und Strom dastehen, nicht noch durch Rauch und Flammen beschädigt wurden. „Frühestens Dienstag können die Mieter, die alle bei Freunden, Bekannten oder Verwandten untergekommen sind, wieder einziehen“, meinte der GWG-Geschäftsführer.

 
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen