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Glasfasernetz in Pritzwalk : Mieter erhalten moderne Technik

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wohnungsbaugenossenschaft Pritzwalk investiert in schnelleres Internet und schärferes Fernsehbild für ihren Bestand.

Es gibt gute Nachrichten für die Mieter der kommunalen Wohnungsbaugenossenschaft WBG. Ab dem Jahr 2018 werden sie weniger für ihren Kabelanschluss bezahlen müssen, erhalten dafür aber deutlich bessere Qualität. Die Geschäftsführerin der WBG, Ellen Prill, unterzeichnete jüngst einen entsprechenden Vertrag mit der Firma Pepcom aus Berlin. Pepcom gehört zur Telecolumbus-Gruppe und betreibt in der Region bereits Kabelnetze in Perleberg und Wittenberge.

In Pritzwalk werden in den nächsten Wochen die Erdarbeiten beginnen, denn Pepcom verlegt ein eigenes Glasfasernetz in der Stadt und bindet dabei alle 1422 Wohnungen und Geschäftshäuser der WBG an. „Das Besondere ist, dass wir mit dem Glasfasernetz direkt in die Häuser gehen. Andere Mitbewerber gehen mit der Glasfaser in der Regel bis zu einem Verteilerkasten und von dort mit Kupferkabeln in die Wohnungen. Wir schließen die Häuser direkt an und haben uns verpflichtet, auch die Signalverteilungen in den Gebäuden zu erneuern“, sagt Pepcom- Geschäftsführer Rüdiger Schmidt. Die neuen Kabelanschlüsse können für Fernsehen mit mindestens 40 Programmen in HDTV, für Telefon und schnelles Internet genutzt werden. „Wir legen bei der Umrüstung auch sogenannte Leerröhrchen mit in die Wohnungen. Diese können künftig genutzt werden, um Glasfaser direkt in die Wohnungen zu legen“, sagt Rüdiger Schmidt. Mit den bis zum Jahresende verlegten Anschlüssen können die WBG-Mieter eine Internet-Verbindungsgeschwindigkeit von bis zu 400 MB pro Sekunde im Download erreichen. „Wir bereiten die Wohnungen aber bereits jetzt auf das Gigabitzeitalter vor, deshalb die Leerröhrchen. Nur brauchen wir jetzt die Glasfaser noch nicht in die Wohnungen legen, weil es dafür noch gar keine nutzbaren Endgeräte gibt“, erklärt Rüdiger Schmidt.

Für Ellen Prill als Geschäftsführerin der WBG ist es wichtig, die kommunalen Wohnungen und Geschäftshäuser für die Zukunft aufzustellen. Fernsehen und Internet sind nicht selten auch Entscheidungskriterien für Mieter, erzählt Ellen Prill. Pepcom wird dabei nicht nur das Kabelnetz verlegen, sondern auch betreiben und damit zukünftig Partner der WBG-Mieter sein. Der Fernsehanschluss soll zukünftig nicht mehr als 10 Euro kosten, so Prill. Das heißt, dass sich die Qualität für die Mieter verbessert und der Preis sinken werde. Über weitere Anschlüsse von Telefon oder Internet müssen sich die Mieter mit dem Unternehmen selbst verständigen. Rüdiger Schmidt kündigte an, dass es zu gegebener Zeit Infoveranstaltungen mit den Mietern geben werde, wo konkrete Angebote unterbreitet würden. „Auch Gebäude, die nicht zur WBG gehören, können wir an das schnelle Glasfasernetz bringen, wenn die Leitung an den Gebäuden entlang führen sollte“, so Schmidt.

Der Ausbau in Pritzwalk wird zum Teil in offenen Kabelgräben aber auch in Verpressungen erfolgen und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Über die Höhe der Gesamtinvestition äußerten sich die Vertragspartner nicht. Der Gestattungsvertrag zwischen WBG und Pepcom soll zehn Jahre laufen. 

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