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Der Prignitzer

16. Dezember 2017 | 19:57 Uhr

Mencke: "Nach 20 Jahren ist Schluss"

vom

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erstellt am 23.Jan.2012 | 09:14 Uhr

Wittenberge | Gleichermaßen ein Abschied und ein Wiedersehen war die Vernissage der neuen Exposition in der Galerie des Kulturhauses am Freitagabend: Während der Potsdamer Künstler Wolf-Dieter Pfennig nach zwei Jahrzehnten erneut eine Auswahl seiner Bilder und Plakate zeigt, ist die Ausstellung für das Galerie-Urgestein Horst Mencke gleichzeitig die letzte, die er organisiert hat.

Als einer der Väter der Galerie holt Mencke gemeinsam mit Kulturhausmanager Hans-Joachim Böse seit 20 Jahren nationale und internationale Kunst regelmäßig in die Elbestadt. "Weit über 100 Ausstellungen haben wir seit 1992 organisiert", erinnert sich Böse. Für Mencke ist nun Schluss: "Es wird Zeit aufzuhören. Und das Galeriejubiläum ist doch ein idealer Zeitpunkt dafür", lautet seine Begründung. Einen Nachfolger gibt es nicht. "Ich werde mich künftig allein um die Organisation kümmern", so Böse.

Wolf-Dieter Pfennig, der persönlich zur Vernissage kam, markiert in der 20-jährigen Galeriegeschichte den Anfang und das Ende: "Er war 1992 der erste Künstler, der im Kulturhaus ausstellte", sagt Mencke und berichtet, wie es zur ersten Exposition kam: "Hans-Joachim Böse und ich hatten damals die Idee für eine Galerie im Kulturhaus. Heinz Fürstenberg, der damalige Koordinator des Prignitz-Sommers, brachte mich daraufhin mit Pfennig zusammen und er sagte prompt zu."

Wie damals zeigt der Potsdamer auch heute wieder einen kleinen Teil seines Gesamtwerks: 50 Bilder, von der Postkarte bis zum Plakat. Meistens sind es großformatige Siebdrucke, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler Steffen Trodler entstanden sind, die übrigen malte Pfennig mit Aquarell- und Wasserfarben auf Papier. Charakteristisch für seine Arbeiten ist der plakative Stil und der Einsatz von kräftigen Linien und mehreren Farbtönen. "Surrealistisch ist wohl das falsche Wort, aber die Motive haben schon einen Hang ins Unrealistische und Fantastische, sind aber immer figürlich, humorvoll und streifen oft das Illustrative", beschreibt Pfennig seine Werke, die schon mehrfach ausgezeichnet wurden: Unter anderem zählt sein farbenfroher Siebdruck "Möwe", das schon in der Ausstellung Quadrium in Cumlosen zu sehen war, zu den "100 besten Plakaten 2004" im deutschsprachigen Raum.

Auf Qualität bei der Auswahl der ausstellenden Künstler legen Mencke und Böse Wert. "Unsere Ansprüche sind hoch. Das Handwerk und die Gestaltung müssen stimmen und der Bildinhalt muss verständlich sein", lauten die Kriterien der Galeristen. Weil der Raum für eine Galerie ungewöhnlich groß sei, sollte auch das Format der Kunstobjekte passen: "Briefmarkengroße Bilder würden zum Beispiel nicht gehen", sagt Böse.

Pfennigs Bilder erfüllen die Voraussetzungen. Noch bis zum 25. März sind die Kunstwerke zu sehen. Danach steht schon die nächste Feierlichkeit an: "Es wird noch eine extra Jubiläumsfeier zum 20. Geburtstag der Galerie geben", informiert Böse.

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