Polizeistatistik : Mehr Tote auf den Straßen

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Polizeidirektion Neuruppin veröffentlicht Verkehrsunfallstatistik

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17. März 2015, 08:00 Uhr

Weniger Verkehrsunfälle – mehr Unfalltote: Das ist die Quintessenz der Verkehrsunfallstatistik, die die Polizeidirektion Nord gestern in Neuruppin vorstellte.

Im Jahr 2014 gab es in den Kreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel insgesamt 12  896 Verkehrsunfälle. Das sind 1,4 Prozent weniger als im Jahr 2013, in dem 13  073 Unfälle registriert worden waren. Bei 1383 Verkehrsunfällen wurden 2014 insgesamt 1726 Personen verletzt, das sind 50 weniger als im Jahr zuvor. Zugleich stieg aber aus bislang ungeklärten Gründen die Zahl der Unfalltoten von 21 auf 32 und erreichte damit nach fünfjährigem Rückgang wieder das Niveau von 2010.

Damit liegt das Risiko, an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein, in der Direktion Nord sowohl über dem Landes- als auch dem Bundesdurchschnitt. Auch das Risiko, dabei verletzt zu werden, sei in den drei nordwestlichen Kreisen Brandenburgs höher als im Landesdurchschnitt, entspreche aber genau dem Bundesdurchschnitt.

Im einzelnen ereigneten sich 2722 Wildunfälle (2013: 3012), 1980 Unfälle infolge ungenügenden Abstandes (2205), 930 Unfälle aufgrund zu hoher Geschwindigkeit (1301), 867 Unfälle wegen Vorfahrtsfehlern (880) und 327 Unfälle wegen Fehlern beim Überholen (339).

Unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss wurden 197 Verkehrsunfälle verursacht, 14 mehr als 2013. Zugleich wurden 885 Fahrten (2013: 748) unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss ohne Unfall festgestellt und geahndet.

„In der Betrachtung des Unfallgeschehens der letzten zehn Jahre kann für die Direktion Nord festgestellt werden, dass sich die Sicherheit auf unseren Straßen deutlich gebessert hat“, konstatierte der Leitende Polizeidirektor Jörg Müller. „Weniger Verkehrsunfälle als 2014 hatten wir nur im Jahr 2011 zu verzeichnen. Hierzu haben auch unsere polizeilichen Maßnahmen mit beigetragen. Deshalb werden wir an ihnen zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit auf unseren Straßen festhalten.“

Bei der Bekämpfung der Hauptunfallursachen ahndeten die Beamten der Verkehrspolizei sowie der Inspektionen zudem 270  226 Geschwindigkeitsüberschreitungen, 3204 Fahrten ohne Helm oder Gurt, 2846 Vorfahrt-, Abstands- oder Überholverstöße und 1677 Fälle der Handynutzung ohne Freisprecheinrichtung.

Von 9588 kontrollierten Fahrzeugen im gewerblichen Personen- und Güterverkehr mussten 4174 beanstandet werden. Dabei stellte die Polizei 5353 Verstöße gegen die Lenkzeiten, technische Mängel und Ladungsmängel, so dass in 359 Fällen die Weiterfahrt untersagt wurde.

Bemerkenswert ist der Anstieg der Unfälle, an denen Senioren ab 65 Jahre beteiligt sind. Die Ursachen liegen auf der Hand. „Zum einen wird die Gruppe der Senioren an sich immer größer, zum anderen steigt innerhalb dieser Gruppe die Zahl derer, die mobil sind bzw. – im ländlichen Raum – mobil sein müssen“, sagt Polizeisprecher Toralf Reinhard. Im Gegenzug seien die Unfälle mit jungen Fahrern zurückgegangen.  

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