Caravan : Mehr Stellplätze an der Badeanstalt

Auf dem Gelände der Lenzener Badeanstalt sollen künftig insgesamt 15 Stellflächen für Caravan- und Wohnmobile geschaffen werden.
Auf dem Gelände der Lenzener Badeanstalt sollen künftig insgesamt 15 Stellflächen für Caravan- und Wohnmobile geschaffen werden.

Lenzener Stadtverordnete wollen Anzahl der Stellplätze auf 15 erhöhen

svz.de von
27. November 2015, 12:04 Uhr

Geht es nach den Lenzener Stadtverordneten, soll die Anzahl der Stellplätze für Caravans und Wohnmobile an der Badeanstalt von derzeit vier genehmigten auf insgesamt 15 Stellflächen erweitert werden. Dazu haben die Parlamentarier auf ihrer letzten Sitzung am Mittwochabend der Änderung des Bebauungsplanes „Rekener Straße“ im vereinfachten Verfahren zugestimmt. Grund für die geplante Umgestaltung ist die hohe Nachfrage an Stellplätzen, auf denen Zelte und Wohnwagen aber weiterhin nicht zugelassen sind, und die Schaffung rechtlicher Voraussetzungen.

Das Sondergebiet am Freibad war ursprünglich als Liegeplatz für Sportboote vorgesehen. Doch hier bestehe in absehbarer Zeit kein Bedarf, wie auch Enzo Hilscher vom Segelverein Lenzen bestätigt. „Der Platz an der Badeanstalt ist für uns als Verein zu klein. Wir haben nicht die finanziellen Mittel für einen Sportstättenbau und bleiben lieber auf unserem angestammten Gelände.“

Für Guido Karius, Vorsitzender des Fördervereins Rudower See, der das Gelände der Bandeanstalt von der Stadt gepachtet hat, ist eine Aufstockung der Stellplätze längst überfällig. „Wir müssen zwangsläufig reagieren. Der Bedarf ist einfach da. Die Leute wollen nicht zum Campingplatz am See-Ende umgeleitet werden. Sie wollen in Stadtnähe bleiben.“

Während die Kommune die Planungskosten von knapp 3000 Euro übernehmen soll, will der Verein die finanziellen Mittel für den dringend notwendigen Ausbau der Sanitäranlagen im, auf dem Gelände ansässigen, Restaurant „Haus am See“ zur Verfügung stellen.

Im Fall des von der Stadt Lenzen geplanten Verkaufs des Naturcampingplatzes am Rudower See hat sich in den vergangenen Monaten dagegen nichts getan. Laut Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf ist ein potenzieller Käufer weiter nicht in Sicht. „Herr Sigmar Beck wird im Namen der Stadt den Campingplatz auch im kommenden Jahr so weiterführen wie bisher.“

Der Osterburger Beck, der nach der gerichtlichen Trennung vom vorherigen Pächter im Jahr 2013 die Bewirtschaftung des Campingplatzareals am so genannten See-Ende ursprünglich als Zwischenlösung eigenverantwortlich übernommen hatte, bestätigt dies. Der Pächter,
selbst seit über 20 Jahren Dauercamper am sogenannten See-Ende, war mit den Besucherzahlen in diesem Sommer zufrieden. „Die Saison war nicht so schlecht, wir hatten ja diesmal auch kein Hochwasser.“ Drei neue Dauercamper konnte er auf das idyllisch gelegene Areal in Lenzen-Leuengarten locken.

Die Entscheidung der Stadtverordneten, dass nun noch mehr Caravans und Wohnmobile offiziell auf das Gelände der Badeanstalt in der Rekener Straße rollen dürfen, ist für Beck jedoch nicht nachvollziehbar. „Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Stadt auf zwei Hochzeiten tanzt. Ich habe den Eindruck, dass die Stadt nichts für den Campingplatz übrig hat.“

Der Osterburger ist sich sicher, dass die motorisierten Touristen nicht vorrangig auf Grund der Nähe zur Lenzener Innenstadt an der Badeanstalt halt machen. „Sie stehen dort, weil es einfach viel billiger ist.“ Ob er als (Pächter)Dauerlösung für den Naturcampingplatz zur Verfügung steht, lässt Beck offen. „Ich mache das hier ja auch nur, damit dieser schöne Platz erhalten bleibt. Denn wenn sich keiner kümmert, geht hier alles unter.“

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