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Lichttest 2014 : Mehr Sicherheit mit guten Lampen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rund 40 Innungsbetriebe bieten Beleuchtungscheck bis Ende Oktober kostenfrei an / Polizei kontrolliert verstärkt

von
erstellt am 23.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Jeder Autofahrer kennt die Situation: Gleißendes Licht aus dem Gegenverkehr nimmt die Sicht, im schlimmsten Fall kommen Nebel oder Regen dazu und die Fahrt wird für einige Sekunden zum völligen Blindflug.

Um die Gefahren, die sich aus defekten oder falsch eingestellten Beleuchtungsanlagen ergeben, zu minimieren, ruft die Deutsche Verkehrswacht zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) auch in diesem Jahr alle Autofahrer auf, mit ihrem Pkw zum Lichttest in die Werkstatt zu kommen.

In der Prignitz bieten zahlreiche Werkstätten diesen kostenfreien Service an. „Bei den rund 40 in der Kfz-Innung organisierten Betrieben können die Autofahrer auf jeden Fall den Test machen“, sagt Innungsobermeister Matthias Hein und lobt die Initiative als sinnvolle Ergänzung zu den normalen Inspektionen. „Insbesondere jetzt im Herbst, wo es früher dunkel wird und häufig mit Nebel, Regen und allgemein schlechten Sichtverhältnissen zu rechnen ist, sind falsch eingestellte Scheinwerfer ein Risiko.“

Dabei seien nicht nur ältere Fahrzeuge betroffen, sondern nahezu alle Jahrgänge. „Deswegen lohnt es sich für jeden, die zehn bis 15 Minuten zu investieren, die ein Mechaniker für den Test braucht“, so Hein. Dabei werden zunächst alle Leuchten auf Funktion geprüft, anschließend der Lichtkegel der Hauptscheinwerfer mit einem speziellen Gerät in Abhängigkeit der Fahrzeugparameter genau vermessen und gegebenenfalls eingestellt. „Es reicht schon eine schief eingesetzte Lampe, und der Lichtkegel stimmt nicht mehr und blendet den Gegenverkehr, weiß der Fachmann aus langjähriger Erfahrung.

Die Polizei flankiert die Lichttest-Aktion seit Jahren mit begleitenden Kontrollmaßnahmen. „Bis Montag haben die Beamten der Polizeidirektion Nord bei 64 Kontrollen 962 Fahrzeuge überprüft, davon 583 Pkw, zehn Lkw, zwölf Motorräder und 350 Fahrräder“, sagt Toralf Reinhard, Pressesprecher der PD Nord. In 79 Fällen seien Beleuchtungsmängel beanstandet worden. „Mit 48 Fällen sind hier aber die Fahrradfahrer Spitzenreiter. Dabei ist es für sie besonders gefährlich, zu dieser Jahreszeit mit defekter oder komplett ohne Beleuchtungsanlage unterwegs zu sein.“ Weiterhin wurden bei 30 Pkw und einem Motorrad Fehler oder Defekte an der Lichtanlage registriert.

Dass falsch eingestellte oder defekte Beleuchtung als Unfallursache in Frage kommt, will Reinhardt nicht ausschließen. „Im Sommer sagen Unfallbeteiligte häufig aus, sie seien von der Sonne geblendet worden. In Bezug auf Blendungen durch den Gegenverkehr gibt es solche Erhebungen zwar nicht, aber wir können davon ausgehen, dass defekte Lichtanlagen angesichts der schwierigen Sichtverhältnisse im Herbst und Winter sicher ihren Anteil am Unfallgeschehen haben.

Denn sieht man ein Hindernis zu spät, kann man meist nicht mehr Bremsen oder ausweichen.“ Auch aus diesem Grund empfehle die Polizei, am Lichttest teilzunehmen.

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