Radtourismus in der Prignitz : Mehr Service für Radtouristen

Uwe Neumann (links), Regionalmanagerin Susanne Dorow und Stefan Freimark, Vorsitzender des Regionalfördervereins Prignitzland eV., am Knotenpunkt mit Tafel und Radwanderkarte am Pritzwalker Burgwall.
Uwe Neumann (links), Regionalmanagerin Susanne Dorow und Stefan Freimark, Vorsitzender des Regionalfördervereins Prignitzland eV., am Knotenpunkt mit Tafel und Radwanderkarte am Pritzwalker Burgwall.

Knotenpunkte informieren Reisende über Sehenswürdigkeiten und Restaurants – auch per Smartphone

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08. März 2016, 05:00 Uhr

Radtouristen in der Prignitz sollen die wichtigsten Infos auf einen Blick bekommen. Das ist die Grundidee hinter dem Projekt mit dem sperrigen Titel „Erarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes zur einheitlichen Beschilderung der verschiedenen Radwege (Knotenpunktwegweisung) im Reisegebiet Prignitz“. Gestern wurde es abgeschlossen.

139 000 Euro wurden für das Konzept ausgegeben, bei dem der Regionalförderverein Prignitzland e.V. federführend war. 85 Prozent der Kosten kamen aus dem Leader-Programm, den Eigenanteil von etwa 21 000 Euro hatte der Regionalförderverein übernommen.

Unterteilt in zwei Projektphasen wurden zunächst die Knotenpunkte erarbeitet und die Beschilderung aufgestellt. In einer zweiten Phase wurden jetzt abschließend weitere Tafeln mit „Leistungsträgern“ aus der Umgebung beigefügt. Maximal 20 Einträge sind auf den Schildern möglich. Diese reichen vom Hinweis zur Fahrradwerkstatt, zur Touristinformation oder zum Museum bis hin zu Hotels, Gaststätten und Pensionen. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Anbieter maximal sieben Kilometer vom Standort entfernt liegen und Sehenswürdigkeiten maximal drei Kilometer.

„Im November 2012 wurde das Projekt gestartet und hat inzwischen landesweit Schule gemacht“, sagte Uwe Neumann vom Prignitzer Tourismusverband. So wurde die Knotenpunktwegweisung für den Radtourismus auch in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Havelland, Barnim und in der Uckermark übernommen. Wichtig bei der Umsetzung des Projektes war die Netzwerkbildung mit den Kommunen, dem Landkreis und zahlreichen Anbietern. „Die Knotenpunktwegweisung wird mittlerweile sehr gut angenommen. Mit den Karten vor Ort können die Radler sofort ihren Standort bestimmen und bekommen eine Orientierung für die Umgebung“, erklärte Uwe Neumann. Mit den zusätzlichen Tafeln der Leistungsträger können die Radtouristen sich in der Region noch besser zurecht finden. Die Tafeln sind unter anderem mit sogenannten QR-Codes ausgestattet. Die können Reisende mit ihren Smartphones scannen und landen sofort auf der Website des Anbieters und können mit diesem auch Kontakt aufnehmen. So erfahren Radtouristen am Knotenpunkt, ob es noch freie Übernachtungsplätze gibt, das Museum eine Sonderschau anbietet oder wie lange – wie in Pritzwalk – das Hainholzschwimmbad an dem betreffenden Tag noch geöffnet hat. Allerdings ist mit dem Abschluss des Förderrahmens das Projekt noch lange nicht zu Ende, so Uwe Neumann. Der Landkreis habe dem Tourismusverband eine zusätzliche Stelle für den Radwegekoordinator zugestanden und finanziert. Denn das Knotenpunktkonzept muss auch gewartet und gepflegt werden. „Wir werden diese Tafeln und Schilder mit in den Bestand des Landkreises einpflegen und müssen natürlich auch regelmäßig überprüfen, ob denn die Leistungsträger, die auf den Tafeln ausgewiesen sind, auch noch da sind und Leistungen anbieten oder vielleicht neue hinzugekommen sind“, so Neumann. „Wir haben in der Elbtalaue mit dem Projekt begonnen und sehr viele positive Rückmeldungen von Radlern bekommen, die sich jetzt in der Region viel besser zurecht finden“, zieht Uwe Neumann sein Fazit.

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