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Der Prignitzer

20. November 2017 | 05:17 Uhr

Mehr Schaden als Beute

vom

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2012 | 09:53 Uhr

Perleberg | Was auch immer die Einbrecher am Freitag zwischen 22 und 23 Uhr ins Verwaltungsgebäude des Tierparks trieb - der erhoffte Reichtum dürfte ausgeblieben sein. Im rund fünf Zentner schweren Tresor, den sie wegschleppten, befand sich nur eine minimale Menge an Bargeld (wir berichteten). "Die Tageseinnahmen beziehungsweise größere Summen werden ja sofort bei der Sparkasse eingezahlt, nicht im Panzerschrank aufbewahrt", sagte Tierparkleiter Michael Niesler gestern.

Für die Ermittler der Polizei ist der Tathergang ebenso klar wie für die Tierparkmitarbeiter. "Die Täter haben das Schloss am Wirtschaftseingang mit einem Bolzenschneider geöffnet, sich vom Gelände eine Leiter geschnappt und zunächst einmal die Alarmanlage außer Gefecht gesetzt. Dann brachen sie das Küchenfenster auf, hoben es heraus und kletterten ins Gebäude", beschreibt Michael Niesler. In einem benachbarten kleinen Lagerraum stand der Tresor. Um ihn nach draußen zu schaffen, hebelten die Täter die Eingangstür von innen auf, holten sich eine Sackkarre, bauten sich eine kleine Rampe aus Holz, um die Eingangstreppe überwinden zu können, und transportierten den Panzerschrank zu ihrem Fahrzeug.

Der Tierparkchef geht davon aus, dass sich die Übeltäter ziemlich gut auf dem Gelände und im Gebäude ausgekannt haben müssen. Auch wenn nicht viel Geld im Tresor lag, "nur Münzen aus den Kinderspielgeräten und unsere Mit arbeiterkasse", ist die Sache für Michael Niesler und seine Mannschaft ärgerlich. Der Sachschaden übersteigt mit rund 2000 Euro auf alle Fälle den Wert der Beute.

Ob der Einbruch mit einem Übergriff auf das Kassenhäuschen des Tierparks vor zirka zwei Wochen im Zusammenhang steht, ist unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen", bestätigte gestern Dieter Behrendt von der Kripo Perleberg. Die Spuren, die man am Wochenende im Tierpark sicherstellte, müssen zunächst ausgewertet werden. Relativ sicher sei, dass es die Täter in beiden Fällen ganz einfach auf Geld abgesehen haben. Warum, so Behrendt, versuche man sonst in ein Kassenhäuschen einzudringen oder einen Tresor zu stehlen? Hinweise zur Aufklärung der Tat nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Ob die Videoüberwachung, die demnächst installiert werden soll, den Tierpark sicherer macht, bleibt abzuwarten. "Das Gelände ist einfach viel zu groß und abseits gelegen. Das macht eine Überwachung schwierig", so Michael Niesler.

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