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Elbdörfer feiern traditionelles Fest : Mehr als fünf Neue im Ehrenbuch

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt Wittenberge ehrt Organisationsteam des Sommerfestes der Elbdörfer – Beste Stimmung und großer Kuchenhunger in Lütjenheide

Es flossen auch einige Tränen am Sonnabend inmitten der Fröhlichkeit beim Sommerfest der Elbdörfer in Lütjenheide. „Schuld“ daran waren ausgerechnet Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und die Wittenberger Stadtverordneten. Sie hatten beschlossen, die Ortsvorsteher und Ortsbeiratsvorsitzenden stellvertretend für das Organisationsteam des Sommerfestes der fünf Elbdörfer für ihren unermüdlichen Einsatz mit der Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt zu ehren. Der Bürgermeister betonte, die Auszeichnung gelte jedoch allen Organisatoren erfolge stellvertretend für das gesamte Organisationsteam.

„Es war eine große Überraschung und natürlich freuen wir uns, dass die Arbeit so gewürdigt wird“, sagte die Hinzdorfer Ortsbeiratsvorsitzende Heike Paaseh und wischte sich verstohlen einige Tränen aus dem Gesicht.

„Allein würde das kein Dorf schaffen“, meinte Gastgeber Toralf Theek, Ortsvorsteher von Lütjenheide. „Wir bringen unsere Stärken und Ideen ein, deshalb funktioniert das schon so lange. Uns zur Seite stehen das ganze Organisationsteam, der Dorfklub, die Feuerwehren, Firmen und viele Helfer. Alle setzen viel Zeit, ihre Arbeitskraft, Enthusiasmus, Material, Geld und auch ihre Firmen ein.“ Manchmal, so Theek, müsse auch einem „in den Hintern getreten werden“, das mache meist Peter Ehrhorn. Holger Jacobi aus Schadebeuster sei eher der stille, aber sehr beharrliche und zuverlässige Arbeiter. Doreen Jeske aus Garsedow könne neben ihren anderen Aufgaben beispielsweise rasch abschätzen, ob eine Idee finanziell zu verwirklichen sei.

Wie das dann praktisch aussieht, war am Sonnabend schon am Eingang zu erleben. Heike Paaseh begrüßte unter einer Blätterpforte mit ihren Frauen und einem Lächeln die Gäste. Diese konnten zwischen einem Schluck rotem und gelbem Obstwein oder Früchten wählen. Und schon gingen die Gäste mit guter Laune auf das Festgelände, eine Streuobstwiese.

„Das mit der Pforte haben wir uns kurzfristig überlegt“, erzählte Toralf Theek. „Doreen Jeske hatte das Gestell auf dem Hof und die Frauen haben gestern dann noch die Blättergirlande gewickelt.“

Seit Mittwoch hatten Helfer Zelte, Pavillons und Stände aufgebaut, mittags war alles fertig. So konnte der Ortsbürgermeister von Lütjenheide tiefenentspannt über das Gelände schlendern. Aber ohne Aufgabe war er im bunten Treiben nicht, mit Peter Ehrhorn, dem Amtskollegen aus Zwischendeich, wirkten sie bei den Jagdhornbläsern mit.

Nach der Wende hatten in Schadebeuster die Sommerfeste begonnen, die abwechselnd von den Elbdörfern ausgerichtet werden, wobei alle anderen mitwirken. „Ein Ort hätte das so lange nicht durchgehalten“, sagt Peter Ehrhorn. „Jeder hat mal eine Phase, wo es nicht mehr zu gehen scheint, man den Kopf in den Sand stecken möchte. Aber zusammen kommen wir da wieder raus und machen weiter.“ Der Tischlermeister hatte im Vorfeld wieder seine Firma in die Festvorbereitung eingespannt und gestaltete einen Stand über Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten von Obstholz.

Rund 80 Kuchen waren gebacken und gespendet worden, die reißenden Absatz fanden. Hinzu kamen mehrere Bowlen, zusammen bildeten sie eine wichtige finanzielle Basis des Sommerfestes.

Die üblichen kleinen Probleme sehen die Organisatoren inzwischen als Ausdruck der Popularität der Veranstaltung an. So dass Stunden vor dem Start erste Neugierige weggeschickt werden mussten und wegen der vielem Wartenden früher geöffnet wurde. Oder dass die durch die Agrargenossenschaft größer als geplant geschaffenen Parkplätze bald nach der Eröffnung überfüllt waren.  

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erstellt am 18.Jun.2017 | 21:00 Uhr

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