Vorlieben : Mehr als „Fish and Chips“

ireen sheer groß

Künstler und Macher der Elblandfestspiele verraten ihre kulinarischen Wünsche für die „British Summer Night“ in Wittenberge am 15. und 16. Juli

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15. Januar 2016, 12:00 Uhr

Die jährlichen Elblandfestspiele in Wittenberge sind nicht nur ein musikalisches Highlight, zu dem es auch zahlreiche Berliner zieht. Jeder Festspielgast wird sich erinnern, wie exzellent auch die Gastronomen das jährliche Festspielmotto aufgreifen.

Ob als Charlie Chaplin verkleidete Kellner oder mit dem Eiffelturm verzierte Kaffeetafeln: Vor den Konzerten, in den Pausen und nach dem Abschlussfeuerwerk wird das Publikum auf das Beste umsorgt. Dafür stehen das „Brauhaus und Restaurant“ auf dem Festspielgelände „Alte Ölmühle“ und die Strandbar mit Café im Uferturm direkt an der Elbe. Auch der „Theaterkeller“ ist mit seinen Ständen dabei und natürlich die riesige Torte zur Kaffeetafel am Festspielsonnabend, die Bäcker Lars Erfert liebevoll um das musikalische Thema dekoriert.

Etwa 150 Künstler, Techniker, Organisatoren, rbb-Mitarbeiter und Helfer müssen in der Aufbau- und Probenwoche täglich mehrmals versorgt werden. Eine logistische Herausforderung, denn die Pausen richten sich nach einem engen Produktionsplan. Da kann es schon vorkommen, dass plötzlich 80 hungrige Leute auf einmal vor den Köchen stehen.

Wir haben nachgefragt, was Mitwirkende und Mitarbeiter der Elblandfestspiele gern auf ihrem Speiseplan hätten und uns nach ihren Lieblingsgerichten erkundigt. Stargast Ireen Sheer aus England hält es ganz mit dem Commonwealth: indisches Curryhuhn, und scherzhaft bemerkt sie, die nationale Küche Großbritanniens sei ohnehin die indische!

Countertenor Hagen Matzeit, den wir am Telefon bei einer Probe in Oslo erwischt haben, schwärmt von Milchreis. Für den Chef der „Energy Dancers“ John Wildbrett gibt es nichts Schöneres als Königsberger Klopse, die er just in dem Moment aß, als wir ihn in einer Probenpause anriefen.

Die technischen Leiter der Festspiele sind ebenso deftige Kerle: Dirk Hohwieler schwört sogar auf den Prignitzer Knieperkohl, während Heiner Schwer zu Tafelspitz mit grünen Bohnen neigt. Petra Lübke, Chefin im Festspielbüro, und Getränkelieferant Sven Havemann von Getränke Henke machen sich gern Kohlrouladen, während Marco Benndorf von der Power GmbH, der nachts für die Sicherheit des Festspielgeländes sorgt, Rinderroulade mit Thüringer Klößen bevorzugt und Bühnenregisseur Peter Fabers Rindergulasch.

Künstlerbetreuer Enrico Gerlach schwärmt von Spargel mit Sauce hollandaise und Marcus Giese, Einsatzleiter der Feuerwehr, tut dies für Steak mit Speckbohnen und Bratkartoffeln.

Wir sind gespannt, was sich die Gastronomen in diesem „britischen“ Konzertjahr für ihr Publikum und auch für die Festspielorganisatoren einfallen lassen: typisch englische „Fish & Chips“ dürften da nicht genügen, obwohl sie so gut wie kaum etwas anderes ans Elbeufer passen könnten.  

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