Jedes Kind kann singen : Mehr als 100 Kinderstimmen

Chorleiter Andreas Zielke (l.) war gestern selbst mit sehr viel Begeisterung dabei.  Fotos: Birgit Hamann
Chorleiter Andreas Zielke (l.) war gestern selbst mit sehr viel Begeisterung dabei. Fotos: Birgit Hamann

Sparkassenfiliale am Großen Markt wurde gestern zu einem singenden-klingenden Konzertraum im Rahmen des Projektes „Belcantare“

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09. Dezember 2014, 22:00 Uhr

„Das macht viele Musiklehrer und auch Kinder glücklich. Für mich waren die Fortbildungen – in der Freizeit, am Samstagvormittag – bisher immer wie ein Fest, obwohl es nicht so leicht ist, diese Zeit abzuknapsen“, erzählt Frida Dobner. Sie ist Musikpädagogin an der Freien Schule Baek und nimmt am Lehrer-Fortbildungsprojekts „Belcantare – Jedes Kind kann singen“ teil, das es in Brandenburg seit 2011 gibt. Dabei handelt es sich um eine Kooperation von Landesmusikrat Brandenburg e. V. und Universität Potsdam.

Nach der ersten Staffel, die den Fokus auf den Landkreis Uckermark legte, stehen von 2013 bis 2015 die Kreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin im Blickfeld. In diesem Rahmen fand gestern eines von zwei großen Adventssingen mit 105 Kindern in Perleberg statt. Gastgeber war die Filiale der Sparkasse Prignitz am Großen Markt. Nicht ohne Grund: Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung finanziert gemeinsam mit den jeweiligen regionalen Sparkassen „Belcantare“. Gestern Vormittag stimmten nicht nur Vorstandsvorsitzender André Wormstädt, sondern auch Mitarbeiter der Filiale und Kunden in den Gesang ein. Unter Leitung von Andreas Zielke, Musiklehrer an der Grundschule Lanz, erklangen weihnachtliche Melodien. Mitsingen war Pflicht: Dafür wurden eigens Liederblätter an alle Anwesenden verteilt. Titel unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade meisterte der Riesen-Chor, bestehend aus jungen Sängern der Schulen Lanz, Berge, Baek sowie der Schule an der Stepenitz in Perleberg, scheinbar mühelos. „Jedes Kind kann singen“ – diesen Beweis brachte das Konzert.

Die Freude am Singen zu fördern – das hat einen ernsten Hintergrund, wie Konstanze Sander, Generalsekretärin des Landesmusikrates, verdeutlichte: „Wir möchten das musische Klima an den Grundschulen verbessern, eine blühende Kinderchorlandschaft wachsen sehen. Dafür gibt es in Brandenburg durchaus Nachholebedarf.“ Projektleiterin Wiebke Dürholt aus Potsdam verweist darauf, dass bei Weitem nicht mehr alle ländlichen Grundschulen einen ausgebildeten Musiklehrer zur Verfügung hätten. Ob und wie viel im Musikunterricht gesungen werde, hänge natürlich immer von der jeweiligen Schule und der personellen Situation ab.

Dass der Bedarf für eine aktive Förderung des Singens da ist, machte gestern nicht nur das Statement von Frida Dobner klar. Auch anwesende Eltern und Kinder zeigten sich begeistert . Wie es ab 2015 mit „Belcantare“ weitergeht, ist indes noch nicht klar. „Wir kämpfen darum, dass das Bildungsministerium mit in die Finanzierung einsteigt“, sagt Dr. Dagmar Löttgen, Referentin in der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Ein weiteres Konzert mit 214 Kindern gibt es morgen in Neuruppin und ein kleines in de Sparkasse Bad Wilsnack.


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