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Wie geht es in Lübzow weiter? : Mastanlage: Frist für Einwände beendet

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Für das geplante Projekt in Lübzow steht weitere Zeitschiene fest / Ausschuss beriet

von
erstellt am 11.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Vergangenen Freitag endete die Frist, binnen derer man die Möglichkeit hatte, Einwendungen gegen das Bauprojekt des Familienbetriebes Cord-Kruse in Lübzow geltend zu machen. Das Unternehmen soll um drei Ställe mit je 1536 Aufzuchtplätzen für Schweine erweitert werden. Dafür werden zwei alte Ställe abgerissen, zusätzlich wird der Eberstall aus der Produktion genommen. Damit gäbe es künftig 768 Plätze weniger in direkter Dorfnähe. Einher mit dem Neubau und der Erweiterung geht eine Vergrößerung der Biogasanlage, um die mehr anfallende Menge an Gülle zu verwerten. Genehmigungsbehörde ist das brandenburgische Landesumweltamt.

Das Projekt ließt noch bis vor drei Wochen die Emotionen hochkochen. Die Stimmung im Perleberger Ortsteil war angespannt. In Bürgerforen und Info-Veranstaltungen wurde heiß diskutiert, wurden auch Meinungen laut, die das Vorhaben rundheraus ablehnen. Danach wurde es ruhig

Im Bauausschuss griff Dienstagabend Sandra Saffran, verantwortlich für den Sachbereich Stadtplanung im Bauamt, das Thema noch einmal auf und erläuterte den Abgeordneten die Chronologie der Ereignisse. Die Stadt war im Rahmen des Beteiligungsverfahren aufgefordert, eine Stellungnahme zum Vorhaben abzugeben. Das tat sie zweimal, am 18. November vorigen und am 24. Juli dieses Jahres für die zwischenzeitlich noch einmal überarbeiteten Antragsunterlagen. Am 16. Juli, so Saffran, sei die öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen im „Prignitz-Express“ bekannt gemacht worden, ausgelegt wurde dann vom 23. Juli bis 22. August, u. a. auch im Bauamt der Stadt. Die Einspruchsfrist endete am 5. September. Nächstes wichtiges Datum sei am 29. Oktober der Erörterungstermin. Dabei werden Einwendungen betroffener Bürger und Stellungnahmen der Behörden in einem mündlichen Termin gemeinsam erörtert. Sandra Saffran räumte ein, dass eine Information an die Stadtverordneten sinnvoll gewesen wäre, wenngleich die Verwaltung dazu nicht verpflichtet sei. Dass jedoch der Wunsch seitens der Volksvertreter besteht, stellte Klaus Röpke (SPD) klar: „Wir möchten als Abgeordnete darüber informiert werden, welche Bauvorhaben in der Stadt geplant und genehmigt werden. Die heutigen Erläuterungen hätten wir uns früher gewünscht.“

Sandra Saffran und Bürgermeister Fred Fischer verdeutlichten vorgestern noch einmal, dass die Stadt nicht Entscheider in der Sache sei, weder Gefälligkeits-, noch Verhinderungsplanungen verantworten könne. „Sollte der Erörterungstermin ergeben, dass ein Bebauungsplan für das Vorhaben aufgestellt werden muss, dann machen wir einen“, so Fischer.

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