Maroder Hafenspeicher: Experte guckt mit Spiegel hinter die Fassade

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03. November 2012, 09:34 Uhr

Wittenberge | Seit Mitte der Woche ist das Gelände um den schadhaften Hafenspeicher 1 großräumiger als bisher abgesperrt. Die Stadt ist mit dieser Maßnahme dem dringenden Rat von Professor Dr. Holger Stehr gefolgt. Dieser hat am Dienstag intensiv den Zustand des zweischaligen Mauerwerkes an dem Speicher untersucht. "Wir haben noch kein endgültiges Ergebnis, müssen aber nach dem Rat davon ausgehen, dass die Schäden wie erwartet sehr groß sind ", sagt auf Nachfrage Bauamtsleiter Hubert Mackel. Wie Mackel erklärt, hat die Stadt den Fachmann auf Anraten der oberen Denkmalbehörde um sein Urteil gebeten. Professor Stehr gilt als Experte. 2001 promovierte er beispielsweise über Dehnungsfugenanordnung und Rißsicherheit bei Außenschalen zweischaliger Sichtmauerwerkswände an der TU Hamburg-Harburg.

Mit Spiegel und gut ausgeleuchtet verschaffte sich Stehr in luftiger Höhe einen Überblick zur Verankerung des Vorsatzmauerwerks im Silobeton. "Das Problem scheinen nicht allein die rostenden Verankerungen dieser Vorsatzschalung im Beton zu sein, sondern auch das Bewehrungseisen innerhalb der Fassadenfugen", erklärt Mackel das Problem. Derartiges hatten hiesige Fachleute bereits befürchtet. Eine weitere Untersuchung wird folgen.

Die Ergebnisse gehen in ein von der oberen Denkmalbehörde gefordertes Gutachten zum Speicher ein. Die Stadt möchte ihn aufgrund seines Zustandes abreißen. Dazu muss das Landesdenkmalbehörde sich positionieren.

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