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Wechsel an der Spitze von Groß Pankow : Marco Radloff gewinnt Stichwahl

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Im August zieht er als neuer Bürgermeister in das Groß Pankower Rathaus ein. Amtsinhaber Thomas Brandt geht in Pension.

von
erstellt am 17.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Wechsel an der Spitze der Gemeinde Groß Pankow. Marco Radloff (Wählergruppe Groß Pankow-Luggendorf) löst Amtsinhaber Thomas Brandt ab. Beide waren gestern zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt angetreten. Um 18.20 Uhr waren die 20 Stimmbezirke ausgezählt. Der Ergebnis ist eindeutig: Radloff holte nach vorläufigem Endergebnis 54,7 Prozent der Stimmen und damit 9,4 Prozent mehr als der Amtsinhaber (45,3 Prozent).

In blanken Zahlen ausgedrückt bedeutet das, 1027 Bürger der Gemeinde votierten für Radloff, 852 für Brandt, der als Einzelkandidat ins Rennen ging. Noch bis 18.15 Uhr, als 18 der 20 Stimmbezirke ausgezählt waren, hatte Brandt in Führung mit 52,1 Prozent bei 47,9 Prozent für Radloff in Führung gelegen. Dann meldeten die beiden großen Wahlbezirke Groß Pankow und Wolfshagen ihre Ergebnisse und das Blatt wendete sich.

Ja, er sei glücklich, reagierte gestern Abend in einem ersten kurzen Gespräch der neu gewählte Bürgermeister, als der „Prignitzer“ zum Wahlsieg gratulierte. Und nein, er können nicht auf Anhieb sagen, was genau den Ausschlag für seine Wahl gegeben habe. Aber er sei davon überzeugt, „dass die Zeit für einen Wechsel reif gewesen ist“. Der persönliche Wechsel für den 41-jährigen Radloff von der Amtsverwaltung Meyenburg ins Rathaus von Groß Pankow kommt im August, wenn Thomas Brandt dort nach 24 Jahren seinen Schreibtisch räumen muss.

Wo setzt das künftige Gemeindeoberhaupt Schwerpunkte? „So, wie ich es im Wahlkampf immer betont habe: Ich will näher an die Bürger ’ran. In zahlreichen Gesprächen habe ich immer wieder gehört, dass Menschen sich zum Teil nicht genug gehört und in Entscheidungen mit einbezogen fühlen.“ Er wisse wohl, dass es bei schwindenden finanziellen Mitteln immer schwieriger werde für die Kommunen. „Trotzdem müssen alle 39 Orte unserer Gemeinde berücksichtigt werden.“

Gefasst reagierte gestern Abend Thomas Brandt auf seine Abwahl: „Ich hatte mich mental darauf eingestellt, war mir bewusst, dass es passieren kann.“ Auch er spricht von einer gewissen Wechselstimmung, die zu spüren gewesen sei. Am 23. August, so sagt Brandt, sei sein letzter Arbeitstag im Rathaus. Dann wolle er, so der 53-Jährige, in Pension gehe. „Ich habe mehrere kommunalpolitische Ehrenämter, denen ich mich dann mit mehr Zeit widmen kann.“ Brandt ist beispielsweise noch bis 2020 ehrenamtlicher Richter am Landesarbeitsgericht Berlin/Brandenburg. Und einen Traum kann sich der scheidende Bürgermeister in wenigen Wochen auch erfüllen. „Eines meiner Hobbys ist der Pollo. Jetzt kann ich mich dafür zum Betriebseisenbahner ausbilden lassen.“ Seinem Nachfolger im Amt wünscht Brandt, „dass er die heutige Gemeinde so voranbringt, wie ich es in den letzten 24 Jahren getan habe“. Und das bedeute, dass auf die Reden jetzt Taten folgen müssen.  

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