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Der Prignitzer

25. November 2017 | 00:55 Uhr

Manager interessiert an der Prignitz

vom

svz.de von
erstellt am 06.Jun.2013 | 10:43 Uhr

Weisen | Eine Gruppe von Managern aus Russland, der Mongolei, der Ukraine, aus Weißrussland und Moldau weilte am Dienstag in der Prignitz. Auf dem Besuchsprogramm stand auch das mittelständische Unternehmen Fenster AS in Weisen. Die Wirtschaftsfachleute interessierten sich vor allem dafür, ob das Unternehmen, dessen Produktionsvolumen zu 60 Prozent die Fertigung von Kunstsofffenstern umfasst, auch exportiere. Nicht mehr, gestand Geschäftsführer Volker Zander und nannte die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise als Grund dafür.

Noch bis 2006 habe Weisen Fenster an eine Partnerfirma in Perm geliefert. Doch das Aus jenes Unternehmens sei auch das Aus des Exportes nach Russland gewesen, so Zander gegenüber dem "Prignitzer". Und da es europaweit immer schwieriger werde, Geschäftspartner zufinden, die in Vorkasse zahlen, habe man den Export auf Null gefahren.

Wie hat Fenster AS es verstanden, diesen Lieferwegfall auszugleichen, wollten die Manager wissen. "Wir haben Vertriebsbüros an unterschiedlichen Standorten in Deutschland eingerichtet und werben dort für unsere Produkte. Denn Vertrieb ist das allerwichtigste. Fenster produzieren können viele, sie aber bundesweit zu platzieren, ist nicht so einfach", machte Zander deutlich. Bislang gelinge das aber gut, liefere das Weisener Unternehmen Fenster von Hamburg bis München. Zwischen 26 000 und 28 000 würden jährlich produziert, dazu kommen Aluminium-Bauelemente für Fassaden, Wintergärten oder Glasdächer. Und dann natürlich der Bereich Montage. Der Bedarf sei gegenwärtig sehr groß, bedingt auch durch die Energieeinspar-Verordnung der Bundesregierung. Zu Hochzeiten müsste man Subunternehmen mit nutzen, um den Montageaufwand abdecken zu können.

Um die teilweise hohen Überstunden gerade im Sommer abzubauen, aber vor allem auch, um sich auf künftige Bedingungen einzustellen und sichere Arbeitsplätze für die derzeit 50 Beschäftigten zu schaffen, werde gegenwärtig ein Projekt vorbereitet, bei dem es um die Rationalisierung der Kunststofffenster-Produktion geht sowie um die Einführung neuer Produkte im Bereich der Hochwärme-Dämmungssysteme. Zander spricht von einer Investition von rund 1,4 Millionen Euro, die von 2013 bis 2016 umgesetzt werden soll. Im Klartext heiße das, die Produktion wird erweitert, es entsteht eine neue Halle mit so genannter papierloser Fertigung, also alles über EDV.

Für die ausländischen Gäste ein interessanter Einblick. Und vielleicht ergibt sich ja doch künftig wieder eine Kooperationsbeziehung, denn genau daran ist das Bundeswirtschaftsministerium interessiert, in dessen Auftrag bereits seit 1998 das Managerfortbildungsprogramm läuft.

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