Dehoga Prignitz : Mamerow an der Spitze

Der neue Vorstand der Dehoga Prignitz: Vorsitzender Lutz Mamerow (l.), Stellvertreter Steve Hausmann (r.) und Hans-Jürgen Kiefer.
Der neue Vorstand der Dehoga Prignitz: Vorsitzender Lutz Mamerow (l.), Stellvertreter Steve Hausmann (r.) und Hans-Jürgen Kiefer.

Dehoga Prignitz wählte nach Verbandsquerelen einen neuen und verjüngten Vorstand

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11. März 2015, 08:00 Uhr

Schon als Kind kochte er, kreierte später erlesene Gerichte für Staatsgäste der DDR, führte Gaststätten und ein Hotel, aber stand selten im Mittelpunkt der Öffentlichkeit: Lutz Mamerow. Seit gestern ist das anders: Der 61-Jährige wurde zum neuen Kreisvorsitzenden des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in der Prignitz gewählt.

Mamerow steht vor einer schweren Aufgabe: Er übernimmt die Führung zu einem Zeitpunkt, an dem der Kreisverband vor einem Neuanfang steht. Im Herbst vergangenen Jahres hatte es öffentlich massive Kritik an der Verbandsarbeit gegeben, insbesondere am damaligen Leiter der Geschäftsstelle Henry Tygör. Daraufhin war dieser zurückgetreten, die Stelle wird nicht neu besetzt.

Auch der bisherige Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Kiefer (61) stand in der Kritik. Kernbotschaft der Wirte war: Wir fühlen uns im Stich gelassen. Deshalb wollte er einem Neuanfang nicht im Weg stehen und kandidierte gestern nach elf Jahren an der Spitze nicht erneut um das Ehrenamt. Aber er bleibt Vorstandsmitglied, will seine Verbindung zur Dehoga Brandenburg für die Region nutzen, sagt er. Kiefer ist Mitglied im Präsidium.

Neben seiner fachlichen Erfahrung hat Mamerow einen unschlagbaren Vorteil: „Nach der Abgabe des Hotels Deutscher Kaiser im vergangenen Jahr verfüge ich über ein erhebliches Maß an freier Zeit“, sagte er. Die wolle er zunächst nutzen, um alle der rund 60 Mitglieder und ihre Häuser kennen zu lernen. „Ich will erfahren, welche Wünsche sie an den Verband haben, was wir an fachlicher Unterstützung organisieren sollen. Er nennt Stichworte wie gesetzliche Pausenregelung oder Lebensmittelkennzeichnung. Extra Personal, wie in großen Häusern üblich, hätten die hiesigen Mitglieder dafür nicht, entsprechend groß sei der Wissensdurst.

Die auf Grund der Querelen ausgefallene Wildwoche soll wiederbelebt werden, vielleicht mit einem veränderten Konzept. Gleiches gilt für das Thema Knieperkohl. Ebenfalls möchte er die jährlichen Ausflüge der Gastronomen wieder einführen. Beruflich interessante Ziele gebe es in der Prignitz ausreichend, insbesondere was Erzeuger von regionalen oder von Bioprodukten betreffe.

Zu seinem Stellvertreter wurde Steve Hausmann gewählt, der mit seinen 31 Jahren zugleich den Generationswechsel im Vorstand einläutet. „Ich setze mich für eine engere Zusammenarbeit untereinander und mit dem Tourismus ein“, kündigte er an. Zugleich setzt der Verband in Hausmann Hoffnungen, was die neuen Medien betrifft. Mit dieser Wahl steht ein eingespieltes Tandem an der Spitze des Verbandes: Lutz Mamerow war als Inhaber des Deutschen Kaisers viele Jahre lang Chef und Lehrmeister von Steve Hausmann.

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