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Perleberg, Berliner Straße : Malerarbeiten und Reinigung im Brandhaus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wohnungen sollen schnellstmöglich wieder bezogen werden / Ursache für das Feuer weiter unklar

von
erstellt am 05.Feb.2015 | 22:00 Uhr

14 Tage ist es her, da in der Berliner Straße 1 ein Wohn- und Geschäftshaus brannte. Das Feuer war im Lager des Raumausstatter-Marktes ausgebrochen. Zur Brandursache konnte die Polizeidirektion Neuruppin auch gestern noch keine Aussagen treffen. „Die Experten des Landeskriminalamtes werten die Ermittlungsergebnisse immer noch aus“, so Pressesprecherin Dörte Röhrs.

Derweil kehrt langsam der Alltag, so weit man überhaupt schon davon sprechen kann, in den Hauskomplex zurück. Die ersten Mieter konnten bereits am Sonnabend nach dem Brand wieder in ihre Wohnungen, andere sind noch immer „auswärtig“ im Gästehaus in der Pritzwalker Straße untergebracht. So auch Harry Michael und seine Lebensgefährtin. „Für drei Tage konnten wir zurück in unsere Wohnung, dann mussten wir wieder raus.“ Der Grund: Die Reinigungsfirma waltete ihres Amtes in der verrußten Wohnung, wo eine schwarze, ölige Schicht auf Wände, Decken, Möbel, Technik, auf Fenster und Türen sich abgelagert hatte. Und jetzt sind die Maler drin. „Ich hoffe, dass wir zum Ende der Woche dann endgültig wieder zu Hause schlafen können. Die ewige Umzieherei, dass kratzt ganz schön an den Nerven“, gesteht er offen ein. Von der zuständigen Wohnungsverwaltung, die in Schwerin ihren Sitz hat, fühle er sich da auch etwas allein gelassen. „Auf jeden Fall gibt es noch ausreichend Handlungsbedarf“, so Harry Michael, der seit rund 13 Jahren in dem Haus wohnt.

Ein ähnliches Bild in den Geschäftsräumen. Während einige sofort wieder ihre Türen öffnen konnten, sind andere immer noch geschlossen und werden es augenscheinlich vorläufig auch noch bleiben. So verweist die DAK ihre Kunden weiterhin auf Pritzwalk, wo sie Mitarbeiter persönlich sprechen können. Den Mitarbeitern des „Express“ und den Anzeigenberatern des Prignitzers hat Apothekerin Christine Klan in ihren Räumen über der Apotheke „Asyl“ gegeben – ein großes Dankeschön. Auch die für Perleberg zuständige Redakteurin wird in den nächsten Tagen wieder ihren Sitz in der Stadt haben, konkret in der Geschäftsstelle des „Prignitzers“ bis die anderen Räumlichkeiten wieder bezugsfertig sind. Bis dahin werden voraussichtlich aber noch einige Monate ins Land ziehen.

In den anderen Geschäftsräumen, die von dem Brand betroffen wurden, herrscht noch angespannte Ruhe. „Wie es weitergeht, dazu können wir noch nichts sagen. Die Bauwerksuntersuchungen laufen noch“, ist von der Hausverwaltung zu erfahren.  

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