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Der Prignitzer

24. November 2017 | 07:01 Uhr

Maerker: Resonanz noch zu verhalten

vom

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2013 | 05:54 Uhr

Wittenberge | Seit mehr als zweieinhalb Jahren haben die Bürger der Elbestadt die Möglichkeit, via Internet die Stadtverwaltung auf Probleme aufmerksam zu machen. "Maerker" heißt die Onlineplattform, die das Land Brandenburg den Gemeinden für den Bürgerdialog zur Verfügung stellt, erreichbar ist sie über einen Button auf der Website der Stadt.

Doch warum den Maerker nutzen und nicht einfach eine Mail schreiben oder anrufen? Die Vorteile des Systems liegen klar auf der Hand: Erstens lassen sich die Hinweise in drei einfachen Schritten - konkret Ort des Geschehens, genaue Beschreibung und Absender - eingeben. Zweitens besteht die Möglichkeit, unkompliziert Fotos vom Missstand hochzuladen. Drittens - und das ist das Entscheidende - bleiben die Eingaben für längere Zeit sichtbar. So hat jeder die Möglichkeit, den Fortschritt zu verfolgen.

"Derzeit sind 37 aktuelle Hinweise im System verzeichnet", sagt Marika Weise, Teamleiterin im Bürgerbüro, das für die Betreuung der Plattform zuständig ist. "Ein bis zwei Hinweise pro Woche, darauf hat sich die Resonanz eingependelt." Die Eingaben drehten sich zumeist um illegal abgelagerten Müll, Schäden an Straßen, Gehwegen und Stadtmobiliar oder defekte Straßenlaternen, so Weise.

Geht ein Hinweis ein, prüfen ihn die Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros, leiten ihn an die zuständigen Stellen weiter und stellen den Sachverhalt online. "Die Ampel signalisiert dann den Stand im Verfahren: Rot bedeutet, der Eintrag ist angenommen, Gelb werden Vorgänge gekennzeichnet, die an die zuständigen Stellen weitergeleitet wurden, und Grün gibt es erst, wenn der Missstand beseitigt ist", erklärt Marika Weise. Gelbgrün erscheine dann, wenn die Verwaltung das Problem nicht selbst beheben kann, weil beispielsweise private Eigentümer betroffen sind.

"Wir reagieren auf jede Eingabe zeitnah, kleine Sachen wie eine defekte Lampe oder Müllablagerungen sind meist in wenigen Tagen beseitigt, wohingegen beispielsweise Straßenschäden einerseits wetterabhängig repariert werden können und andererseits möglichst in ohnehin geplante Sanierungsarbeiten einzubeziehen sind", erklärt Weise.

Seit dem Einstieg Wittenberges in den Maerker haben die Bürger knapp 200 Hinweise gegeben, in ganz Brandenburg waren es seit Start des Portals rund 12 000.

Waltraud Neumann, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, sieht den Maerker mit gemischten Gefühlen. "Natürlich hätten wir uns nach der Anlaufphase etwas mehr Resonanz gewünscht. Andererseits bringt uns die Plattform stetig Hinweise, ohne Kosten zu verursachen. Die Bürger beteiligen sich an der Ordnung und Sauberkeit in ihrer Stadt und entlasten damit auch die Verwaltung, denn auch wenn unsere Mitarbeiter im Außendienst angehalten sind, die Augen offen zu halten sehen wir doch nicht alles. Insofern ist der Maerker doch ein kleiner Erfolg."

Das sehen offenbar auch die Wittenberger so. "Ich kenne den Maerker und habe die Plattform auch selbst schon benutzt", schrieb Renate Teichmann auf Facebook. "Die Bearbeitung erfolgte zügig, da kann man nur sagen weiter so." Auch Stephanie Seidler findet die Möglichkeit, schnell und unkompliziert mit der Stadtverwaltung in Kontakt zu treten gut und lobt, dass "insbesondere bei defekten Straßenlaternen schnell Abhilfe geschaffen wird".

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