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LEser Schenken Freude : Machen Sie Kinder glücklich

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jedes Päckchen hilft / Awo möchte vor allem Flüchtlingskinder unterstützen und gibt Tipps zu den Geschenken

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 17:48 Uhr

Dass sich die Awo als Wohlfahrtsverband Helfen zur Aufgabe macht, sei nicht mal das ausschlaggebende Kriterium für die Unterstützung unserer Weihnachtsaktion, meint Geschäftsführerin Heike Schulz. „Es gibt so viele Kinder in der Prignitz, wo die Familien nichts oder nur Kleinigkeiten schenken können“, sagt sie. Aber Kinder seien unsere Zukunft, sie sollten eine möglichst unbeschwerte Kindheit genießen dürfen. Diese Aktion könne dazu einen kleinen Betrag leisten.

Die Awo möchte vor allem Flüchtlingskinder unterstützen. Da ihre Mitarbeiter alle Asylbewerber im Kreis betreuen, hätten sie einen guten Überblick, kennen häufig die persönlichen Schicksale. Sie wissen von den Gefahren der Flucht, hören von den teils unmenschlichen Zuständen in ihrer Heimat und erfahren manchmal auch vom Tod der Angehörigen.

„Wir haben 128 Familien und 274 Kinder unter insgesamt mehr als 1000 Asylbewerbern, die wir betreuen“, sagt Schulz. Einige Kinder seien erst wenige Tage alt, der älteste Junge ist 17. Betreut werden sie von 13 fest eingestellten Sozialarbeitern. „Bis Jahresende werde ich noch zwei einstellen“, kündigt Schulz an.

Unter ihnen seien zwei Flüchtlinge aus Ägypten und Syrien, die zugleich als Dolmetscher helfen. „Das ist gelungene Integration“, freut sich die Awo-Chefin. Ein Ehepaar spreche russisch, so dass sprachlich auch der osteuropäische Raum abgedeckt sei.

Ein Teil der Kinder besuche die Awo-Kitas in Perleberg und in Wittenberge. Sie zeigen, wie schnell gerade die Jüngsten die neue Sprache erlernen und manchmal schon nach wenigen Wochen für ihre Eltern dolmetschen.

Wenn es um den Inhalt der Päckchen für Flüchtlingskinder geht, sollte nicht zwingend ein Kuscheltier eingepackt werden. „Das bekommen sie meist als erstes“, so Schulz. Sie plädiert für Bücher, die beim Erlernen der Sprache helfen können oder Schreib- und Malutensilien, damit sich die Kinder auf die Schule vorbereiten können. Letztendlich sollte aber jeder Leser unserer Zeitung das schenken, was ihm selbst Freude bereitet. Die Kinder werden so oder so darüber glücklich sein.


Leser helfen ganz spontan


Helfen, das möchte auch Kerstin Matthaes aus Waldhof. Sie hat unseren Aufruf gelesen, Päckchen für Kinder zu packen, deren Eltern jeden Cent mehrmals umdrehen müssen. „Eine tolle Sache“, sagt sie und von gleich auf jetzt stand ihr Entschluss fest: „Da mache ich doch mit.“ Auf einen Jungen im Alter von sieben oder acht Jahren fiel ihre Wahl. „Für die kleinen, niedlichen Mädchen entscheiden sich bestimmt die meisten.“

Ihr Sohn sei erwachsen, aber sie könne sich gut vorstellen, womit man kleinen Jungs vielleicht eine Freunde machen könnte. Der schönste Dank sei für sie, wenn Kinderaugen leuchten. Damit verbindet sie zugleich die Hoffnung, dass noch ganz viele Päckchen für Kinder gepackt werden.

„Ich war 37 Jahre Kindergärtnerin“, berichtet Karla Feick aus Perleberg, „da ist es Herzenssache, bei so einer Aktion mitzumachen.“ Für ein Mädchen ab fünf Jahren habe sie etwas Lustiges zum Anziehen, etwas zum Spielen und zum Naschen gekauft. Ihre Kinder und selbst ihre Enkel seien schon erwachsen – „alles Jungs und auch unser Urenkel ist ein kleiner Junge“, erzählt sie stolz.

„Es gibt leider viele Kinder, bei denen es unterm Weihnachtsbaum alles andere als üppig ausschauen wird. Vielleicht kann ich mit meinem Päckchen für eine kleine zusätzliche Freude sorgen“, sagt die Perlebergerin Bärbel Sniegon. Selbst habe sie eine Tochter und einen Sohn und sich jetzt für einen kleinen Jungen entschieden.

 
 

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