Lohn für anspruchsvolle Arbeit

Die „Waffeldamen“: Gudrun Stark, Marita Tielebier, Ingrid Krüger und Cindy Rieck (v. l.) arbeiten allesamt als Betreuerinnen in der Einrichtung des Lebenshilfe-Landesverbandes. Fotos: Birgit Hamann
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Die „Waffeldamen“: Gudrun Stark, Marita Tielebier, Ingrid Krüger und Cindy Rieck (v. l.) arbeiten allesamt als Betreuerinnen in der Einrichtung des Lebenshilfe-Landesverbandes. Fotos: Birgit Hamann

Team der Lebenshilfe-Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung im Gutshaus Retzin lud zu einem seiner beliebten Basare ein

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28. November 2014, 12:00 Uhr

Lohn für einen anspruchsvollen Arbeitsalltag sind die Basare und Feste, die die Wohnstätte des Lebenshilfe-Landesverbandes im Gutshaus Retzin regelmäßig organisiert. Natürlich ist die Vorbereitung zeitaufwändig – das Feedback der zahlreichen Besucher aber überaus positiv. Vorgestern war es wieder Zeit für den alljährlichen Adventsbasar. Die selbstgebastelte Weihnachtsdeko wurde in verschiedenen Räumen präsentiert. Hergestellt hatte sie u. a. Heilerziehungspflegerin Daniela Reiche gemeinsam mit den hier lebenden erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung. Das Team um Wohnstättenleiterin Anja Stolzki hatte alles – wie immer – gemütlich hergerichtet. Draußen duftete es nach Waffeln, Glühwein und Gegrilltem, drinnen nach Kaffee und Kuchen.

Anja Stolzki findet lobende Worte für ihre Kollegen: „Sie sind kreativ, spontan und flexibel.“ Grundvoraussetzungen, um alle Möglichkeiten der vielfach schwer gehandicapten Bewohner auszuschöpfen, und immer wieder individuell auf sie einzugehen. 23 Frauen und Männer im Alter von 43 bis 82 Jahren haben hier momentan ihr Zuhause, werden rund um die Uhr betreut. Sieben von ihnen sind so weit einsatzfähig, dass sie einer Tätigkeit in der Lebenshilfe-Werkstatt in Pritzwalk nachgehen können. Alle anderen finden eine Alltagsstruktur in der Tagesbeschäftigung im und am Gutshaus, z. B. in der Holz- und Gartengruppe von Steven Schitteck. Dafür wird ein Werkstattgebäude auf dem Gelände genutzt, in dem sich dieses Jahr die Arbeitsbedingungen deutlich verbesserten. „Wir haben das Dach instand gesetzt, den Raum von innen isoliert, seitlich neue Fenster eingesetzt und den Fußboden mit Holz ausgelegt“, berichtet Steven Schitteck.

Übers Jahr wird aber nicht nur gewerkelt, sondern es gibt auch eine Menge Freizeitangebote: Picknicks im Grünen, Grillabende, Gruppenurlaube, Kino- und Zirkusbesuche in der Region gehören unter anderem dazu. Und auch die eigene, hausinterne Weihnachtsfeier. Sie findet am 18. Dezember statt.

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