ElbePort : Logistik aus einer Hand

<strong>Der ElbePort profiliert</strong> sich als  qualifizierter und zuverlässiger Logistikpartner in der Region.  <fotos>Barbara Haak</fotos>
1 von 1
Der ElbePort profiliert sich als qualifizierter und zuverlässiger Logistikpartner in der Region. Barbara Haak

Der ElbePort im Industriegebiet soll mit einem Verladekran für den Umschlag über die Wasserkante ausgestattet werden. Eine teure Investition, die die Stadt als Eigentümer des Hafens angeht.

svz.de von
16. Januar 2013, 06:21 Uhr

Wittenberge | Der ElbePort im Industriegebiet soll mit einem Verladekran für den Umschlag über die Wasserkante ausgestattet werden. Eine teure Investition, die die Stadt als Eigentümer des Hafens angeht. Die Kommune steht mit dem Wirtschafts- und dem Infrastrukturministerium sowie der Landesinvestitionsbank in Verbindung. "Es geht um Fördermittel für diese wichtige infrastrukturelle Investition", sagt Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und ist optimistisch, auch "wenn das letzte Wort noch nicht gesprochen ist". Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers teilte Dienstag bei seiner Visite im Binnenhafen (der "Prignitzer" berichtete) diese Position.

Das letzte Jahr ist für den Hafen im Industriegebiet gut gelaufen, auch wenn wegen des Produktionsstillstandes der Firma Biodiesel der Umschlag von Flüssigstoffen einbrach. Terminalmanager Michael Beyer belegt diese Einschätzung mit Zahlen: 75 000 Tonnen Massen- und Stückgut haben die Mitarbeiter umgeschlagen, was nicht zwingend eine Verladung über die Hafenkante bedeutet, sondern den Transport über die Schiene und die Straße einschließt. Außerdem wurden 1500 Container umgeschlagen. Sechs Mal pro Woche und Richtung verkehrt ein Zug zwischen Bremerhaven über Hamburg zum ElbePort. Er bringt Container, die der Port an die Kunden in Wittenberge, Falkenhagen, Kyritz, Heiligengrabe und Meyenburg verteilt bzw. von dort aus wieder Richtung Norden befördern lässt. Der Hafenmanager spricht in diesem Zusammenhang von einer "Drehscheibe für den kombinierten Verkehr". Der Wittenberger Hafen sei Dank seiner potenten Gesellschafter, zu denen auch die Hamburger Buss-Group gehört, in der Lage, "komplette Logistiklösungen für Firmen aus einer Hand anzubieten".

Für 2013 geht der Hafenchef von einem "deutliche Sprung nach vorn beim Umschlag aus". Beyer prognostiziert bei Massen- und Stückgut 125 000 Tonnen und 2500 Container. Wegen dieser Größenordnungen und unter dem Gesichtspunkt der Wettbewerbsfähigkeit, soll in den oben genannten Verladekran investiert werden. Bis jetzt greift der ElbePort auf Mietgerät zurück.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen