zur Navigation springen

Feuerwehrflotte : Löschwasser reicht für Erstangriff

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Feuerwehrflotte hat 12 500 Liter Wasser an Bord, Schlauchverbindung kann in kurzer Zeit über zwei Kilometer aufgebaut werden

von
erstellt am 17.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Wie ist es um die Bereitstellung von Löschwasser in der Stadt und in den Ortsteilen bestellt? Einen Bericht dazu gab Uwe Schleich, zuständig bei der Stadt für Feuerwehr und Katastrophenschutz, auf der Stadtverordnetenversammlung.

Auf einen kurzen Nenner gebracht: Löschwasser für einen Erstangriff kann generell in ausreichendem Maße vorgehalten werden, betont Uwe Schleich. Er verweist aber auch darauf, dass sich mit den Gewerbegebieten die Zahl der Unternehmen und damit auch das Gefahrenpotenzial erhöht habe. In der Stadt gebe es aber keine Probleme. Man könne flächendeckend Löschwasser vorhalten, die Versorgung ist gesichert. Etwas anders stelle sich die Situation in einigen Ortsteilen und vor allem dort dar, wo es nur zwei oder drei Gehöfte gebe wie in Perlhof oder Platenhof.

Die Wehr lösche mit Trinkwasser. Man brauche 96 Kubikmeter Wasser in der Stunde. Dafür sei der Durchmesser der Wasserleitung zu klein. Ein 150er Durchmesser, wie benötigt, hingegen sei für Trinkwasser nicht zu gebrauchen. Insofern haben die Hydranten in den Ortsteilen nur eine entsprechende Leistung. „Wir haben aber auf unserer Feuerwehrflotte 12 500 Liter Löschwasser, ausreichend für zehn bis 15 Minuten plus Reserve. Das reicht, um eine weitere Löschwasserversorgung aufzubauen“, erläutert Uwe Schleich. Mittels des Schlauchwagens der Spiegelhagener Wehr lasse sich eine bis zu zwei Kilometer lange Löschwasserversorgung aufbauen, und das in wenigen Minuten mit nur drei Leuten. Eine solche käme unter anderem in Groß Buchholz in Betracht. Anderswo, wie in Lübzow Ausbau, werde über einen sogenannten Pendelbetrieb die Versorgung gesichert. Das heißt, es werden im Fall des Falles zusätzliche Tanklöschfahrzeuge alarmiert.

Ein Problem seien die Brunnen, wie in Schönfeld. In den 30er Jahren gebaut, sind sie inzwischen verockert, also verschlammt, und so nicht mehr einsatzbereit. Geplant war, entsprechende Bohrungen durchzuführen, um Gewissheit zu haben bei einem Brunnenneubau auch ausreichend Nass zu haben. Der Plan verzögerte sich durch Krankheit des Brunnenbauers, soll aber jetzt in Schönfeld in Angriff genommen werden, so Schleich. Stadtverordneter Udo Becker (CDU) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Forstbetriebsgemeinschaften über Mittel für Löschwasserbrunnen verfügen und derartige Vorhaben auch gefördert werden.

In Spiegelhagen wird derzeit hingegen der zweite Löschwasserteich entsprechend hergerichtet, erhält eine neue Folie und Umzäunung. „Das Material ist schon da und wird so schnell wie möglich eingebaut“, so Ortswehrführer Holger Schelle, der zugleich auch Ortsvorsteher ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen