Konzert Wittenberge : Livemusik im Wohnzimmer

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Junge Musiker und neues Konzept locken Gäste in Kulturhaus. Die Bands „Kokas“ und „Polaroid“ stehen abwechselnd auf der Bühne.

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25. Februar 2018, 21:00 Uhr

Wem am Freitag das eigene Wohnzimmer zu langweilig war, konnte ins Kultur- und Festspielhaus Wittenberge gehen und das erste „Wohnzimmerkonzert“ erleben. Eine neues Format, das vor allem jüngere Besucher ansprechen, neue Zielgruppen erschließen soll. Der Auftakt ist geglückt.

Die Bands „Kokas“ und „Polaroid“ stehen abwechselnd auf der Bühne, haben befreundete Musiker mitgebracht. Das Bühnenbild erinnerte tatsächlich an das heimische Wohnzimmer. Auf dem Sofa machten es sich Musiker und Freunde in ihren Spielpausen bequem, ließen sich an der kleinen Bar einen Cocktail mixen, während der Keyboarder hinter einem flackernden Kamin stand.

Das gedämmte Licht, kleine Accessoires wie Stehlampe und Kerzenleuchter rundeten das Bühnenbild perfekt ab. Das fand auch Caroline Behn, die extra aus Hamburg angereist kam. Sie war begeistert von der Atmosphäre und der schönen Dekoration. Für die mehr als 500 Zuhörer gab es im oberen Bereich des Saales Sitzmöglichkeiten und unten Stehtische, eine Bar sowie ausreichend Platz auf der Tanzfläche.

Eng wurde es im Laufe des Abends dennoch, denn der Andrang war groß. Josefine Küchler aus Dallmin und Sophie Loebjinski aus Garlin waren darüber positiv überrascht. Sie fanden es sehr schön zu sehen, wie viele Menschen in unterschiedlichen Altersklassen gekommen waren, um Bands und die musikalischen Gäste wie die Blechbläser Tobias Eckwert und Konstantin Behrens, Backgroundsängerinnen Melanie Palloks und Bianca Duda sowie Marisa Dörlitz an ihrer Geige zu erleben.

Simone Räder und ihr Mann Daniel aus Pinnow kannten „Polaroid“ von der Kneipennacht, aber hörten „Kokas“ zum ersten Mal. Ihnen habe das Programm aus eigenen Kompositionen und aktuellen deutschen Popsongs gefallen. Herbert Müller aus Wittenberge hört diese Musik normalerweise nicht, gestand er. „Aber ich wollte den jungen Musikern eine Chance geben“, sagte er und war von den Rapsongs begeistert.

Astrid Krohn kannte bereits einige der Musiker und war nicht überrascht, dass Besuchern der Abend Spaß macht so wie Erik Arendholz. Er war spontan aus Rostock gekommen und habe seine Entscheidung nicht bereut, meinte er.


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