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Bürgermeisterwahl in Perleberg : Linke steht hinter Fischer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

88 Prozent der Wahlberechtigten stimmen für amtierenden Bürgermeister als Kandidaten

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 09:42 Uhr

Fred Fischer ist der Kandidat der Perleberger Linken, wenn die Kreisstädter am 18. Januar aufgefordert sind, ihr neues Stadtoberhaupt zu wählen (der „Prignitzer“ berichtete bereits kurz). Der Entscheidung, ob Fischer die Unterstützung der Partei erhält oder als Einzelbewerber in den Bürgermeisterwahlkampf zieht, war am Freitagabend in der für alle Interessierten offenen Gesamtmitgliederversammlung der Linkspartei in der Kreisstadt eine zweistündige intensive Diskussion vorausgegangen.

Wer sich auf Kontroversen pro und contra Fischer eingestellt hatte, wurde enttäuscht. Diejenigen, die das Wort ergriffen, sprachen sich meist sogar sehr nachdrücklich für eine Unterstützung des Amtsinhabers aus, waren, wie Peter Krips, „ungehalten, dass die Linke sich mit ihrer Positionierung so zögerlich verhält“. Rainer Ramin, über viele Jahre Stadtverordneter und Parlamentsvorsteher, hat nach eigenen Worten mit vielen Bürgermeistern eng zusammengearbeitet. „Vor dem, was Fred Fischer leistet, kann ich nur den Hut ziehen“, charakterisierte er das Stadtoberhaupt.

Deutliche Worte, ob die Linke Fischer als ihren Bewerber aufstellt, erwartete Peter Dahms vom Fraktionschef der Linken im Stadtparlament, Thomas Domres. „Viele Bürger erwarten eine klare unmissverständliche Aussage von dir.“ Und an Fred Fischer gewandt sagte Dahms: „Wie willst du im Wahlkampf mit der konfrontativen Koalition umgehen?“ Er bezog sich damit auf das Bündnis aus CDU, SPD, Bündnis 90/Grüne, FDP und Kreisbauernverband, das gemeinsam die Bürgermeisterkandidatin Annett Jura unterstützt.

Fred Fischer nutzte sowohl den Rechenschaftsbericht zu seiner achtjährigen Amtszeit als auch die kämpferische Vorstellung wichtiger Eckpunkte seines Wahlprogramms, um mehrfach zu signalisieren, er sei bereit, auf die andere Seite zuzugehen, auch mal einen Schritt zu zurück zu tun.

Die Linksfraktion stellt in der Perleberger Stadtverordnetenversammlung mit acht Abgeordneten die stärkste Fraktion, aber nicht die absolute Mehrheit. Sollte Fischer im Januar die Mehrheit der wahlberechtigten Perleberger hinter sich vereinen– vor acht Jahren gelang ihm das mit knapp 70 Prozent sehr deutlich – dann muss er mit allen Fraktionen im Parlament Politik machen.

Für Thomas Domres ist es selbstverständlich, „dass wir als Fraktion den Wählerwillen akzeptieren werden, mit dem neu gewählten Stadtoberhaupt vertrauensvoll zusammenarbeiten“, wer es auch sei. Das erwartet der Linken-Fraktionsführer auch von den anderen politischen Kräften in der Stadtverordnetenversammlung, „denn sonst klären wir die Zukunftsfragen für Perleberg nicht“. Mit 88 Prozent Ja- und sechs Prozent Nein-Stimmen bei sechs Prozent Enthaltungen fiel das Votum für Fred Fischer als Linken-Bürgermeisterkandidat sehr eindeutig aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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