Internet-Plattform der Stadt Perleberg : Link vom Museum zum Bürgerverein „gestrichen“

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Unverständnis bei Verein, Stadt argumentiert mit einheitlichem Auftritt und Barrierefreiheit

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04. März 2014, 08:00 Uhr

Seit vielen Jahren gebe es eine überaus enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Bürgerverein sowie dem Stadt- und Regionalmuseum, betonte Vereinsvorsitzender Dieter Kreutzer in der Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung. Als Beispiele führte er an, dass mit Unterstützung des Vereins Ausstellungen organisiert und der Museumshof für Veranstaltungen hergerichtet und dann auch genutzt wurde. Insofern begrüßte er auch das Engagement von Dr. Knüvener, wissenschaftlicher Mitarbeiter, der sehr bald auf die Ehrenamtler zugegangen sei, die Kontakt mit dem Museum hatten und haben. Um so unverständlicher sei es, dass der Link zum Bürgerverein von der Homepage des Museums auf Anweisung des Kulturamtes herunter genommen werden musste. „Die Arbeit der Verwaltung mit ehrenamtlichem Engagement zu ergänzen, sehe ich hier nicht gewürdigt“, so Kreutzer.

Die Reaktion an dem Abend: Der Vereinsvorsitzende erhalte eine Antwort. Diese Antwort interessierte auch Matthias Sommer, der im Rahmen der Einwohnerfragestunde im Kulturausschuss nachfragte. Auch Karl-Heinz Steinke (CDU) wollte dazu Auskunft.

Ulrike Ziebell, Sachgebietsleiterin, bestätigte, dass neben der städtischen Homepage auch Einrichtungen der Stadt, so das Stadt- und Regionalmuseum und der Stadtbetriebshof, eine eigene haben. Eine Arbeitsgruppe der Stadt habe sich eingehend damit beschäftigt, wie die Internetpräsenz der Stadt auszusehen habe, um zum einen die Anforderungen des Fördervereins für regionale Entwicklung e. V., der das Projekt „Brandenburg vernetzt“ betreut, zu erfüllen. Über jenes wird die städtische Internet-Plattform übrigens bis 2017 gefördert. Zum anderen gehe es um den Aspekt der Barrierefreiheit, den sich die Stadt auf die Fahnen geschrieben habe. Das heißt, man habe bewusst auf viele Programmierungscodes verzichtet, so dass auch Menschen mit beeinträchtigter Wahrnehmung sich relativ einfach zurechtfinden. In diesem Zusammenhang habe man sich auch entschieden, dass auf der Homepage städtischer Einrichtungen, wie die des Stadt- und Regionalmuseums, ausschließlich Links eingerichtet werden zu Institutionen, mit denen das Museum fachlich zusammenarbeitet. In diesem Fall beispielsweise mit dem Museumsverband oder der Denkmalpflege. Die Links auf Vereine der Stadt finden sich auf der städtischen Homepage wieder, so die Sachgebietsleiterin.

Angesprochen auf die Kritik hinsichtlich der Aktualität, räumte Bürgermeister Fred Fischer im Kulturausschuss ein, dass es dahingehend Defizite gab, bedingt durch die Langzeiterkrankung von Kollegen. Inzwischen seien die Voraussetzungen vor allem vom Datenschutz her geschaffen, die Plattform zu aktualisieren, sie zu pflegen und auch, um sie vielleicht optisch umzugestalten.

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