zur Navigation springen

Musical zum Stadtgeburtstag : „Linie 1“ fährt zum Stadtfest

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gymnasiasten und junge Künstler der Kreismusikschule studieren Musical ein / Aufführungen Ende Juni und im September

von
erstellt am 07.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Wer sich ein solch großes Projekt auflädt, der muss zuvor schon einige Nächte darüber schlafen. Das haben die Beteiligten an der geplanten Aufführung des Musicals „Linie 1“ offensichtlich getan, denn die Idee wurde bereits im Frühling vergangenen Jahres geboren, wie Gabriela Oltersdorf vom Förderverein des Gottfried-Arnold-Gymnasiums berichtet. Seither ist rund ein Jahr ins Land gezogen, ist die Idee gereift.

Die Probenarbeit befindet sich inzwischen in einem fortgeschrittenen Stadium. Und sie geht gut voran. Muss sie auch, denn die Premiere ist zur 775-Jahrfeier Perleberg am 28. Juni um 18 Uhr in der Sporthalle der Rolandschule avisiert. Die öffentliche Generalprobe findet am gleichen Ort einen Tag zuvor um 17 Uhr statt. Noch gut 50 Tage, bis alles passen, stimmen und gut klingen muss. Gleich vier professionelle Mitstreiter kümmern sich um das künstlerische Gelingen des Projekts: Chorleiter Frank Wedel von der Musikerfabrik aus Stendal, Petko Petkov vom Kooperationspartner des Gymnasiums, der Kreismusikschule Prignitz, Sopranistin Birgit Bockler als Stimmcoach und Regisseurin Bianca Baalhorn, die das Musical für die Perleberger Aufführung auch bearbeitete. Frank Wedel bezeichnet das Ganze als „Wahnsinnsprojekt von Schwindel erregender Dimension“. Was Schüler, Pädagogen und den tatkräftig unterstützenden Gymnasiumsförderverein nicht davon abhielt, es dennoch anzugehen. Wieder einmal etwas Großes gemeinsam machen – darauf hatten und haben alle Lust. Dabei steht „Linie 1“ in der Tradition vorangegangener, erfolgreicher Musical-Aufführungen, beispielsweise von „Joseph“ oder „Rats“. Daran wollen die Perleberger Gymnasiasten und die Instrumentalisten der Kreismusikschule, die das mehr als 40-köpfige Ensemble unterstützen, anknüpfen.

Frank Wedel findet nicht nur das alles sehr begrüßenswert, sondern auch, dass man sich mit „Linie 1“einem Stück nähert, das nicht in Richtung Love-Story oder Highschool-Musical geht, sondern sich gesellschaftskritisch gibt, zum Nachdenken und zum genauer Hinschauen anregen soll. „Gleichgültigkeit ist ein Thema, aber auch Liebe“, so Wedel. Eine weitere Besonderheit der Aufführung: Es gibt keinen dominierenden Hauptdarsteller, um den alles „gestrickt“ ist, sondern zahlreiche gleichberechtigte Charaktere, sehr viele unterschiedliche Typen.

Alles in allem darf man also sehr gespannt sein auf den 27. und 28. Juni – und bereits auch auf den 6. September, denn dann wird „Linie 1“ im Hotel „Deutscher Kaiser“ im Rahmen des Perleberg-Festivals ein weiteres Mal gezeigt.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen