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Der Prignitzer

23. Oktober 2017 | 00:54 Uhr

"Liebelei" in der Kirche

vom

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erstellt am 26.Sep.2010 | 03:56 Uhr

Putlitz | "Wir wollen die Kirche als Veranstaltungsort in das Bewusstsein der Leute holen. So gesehen ist die Theateraufführung ein Experiment, weil wir auch ausloten, was kommt an, wie nehmen die Putlitzer ein derartiges Angebot auf", sagt Ingrid Klaß vom Förderverein Kirchturmspitze Putlitz. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde holte der Verein eine Inszenierung des Stückes "Liebelei" von Arthur Schnitzler in die Gänsestadt. An die 80 Besucher erlebten am Samstagnachmittag in der Kirche eine wahrhaft hochkarätige Aufführung. Über Kontakte zum Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg war der Kontakt zum Verein Theater in der Kirche zustande gekommen. Die Verpflichtung dieses Tourneetheaters war, das bewies die Aufführung, ein Glücksgriff. Die Schauspieler Ulrike Haase als Christine, Dori Dodo als Mizi Schlager, Nico Walier als Fritz Lobheimer, Urs Hartmann als Theodor Kaiser sowie Gernot Ernst als Mizis Vater Hans Weiring brillierten in dem von Regisseurin Heidi Walier als Kammeraufführung bearbeiteten Stück. Das Tourneetheater mit seinen professionellen Schauspielern gastiere, so die Regisseurin, in der Regel in Dorfkirchen und lebt von der Unterstützung durch Sponsoren. Damit ist - wie auch in Putlitz - der Eintritt für die Kulturinteressierten frei.

Für die Organisatoren aus der Gänsestadt war es ein gelungener Auftakt für ähnliche Angebote und "eine dreifache Premiere", wie Ingrid Klaß sagt. Es sei die erste Veranstaltung, seit die Kirche ihren Turm wieder habe, es war die erste Theateraufführung in dem Gotteshaus und die Malerei an der Patronatsloge sei vollständig wieder hergestellt.

Ingrid Klaß ist übrigens eine Frau, die vor Ideen nur so sprüht. Der Förderverein für den Turm hat ganze Arbeit geleistet. "Aber es gibt ja noch so viele Dinge, die wir anpacken können", sagt sie und hat dabei beispielsweise die Heimatstube neben der Kirche ebenso im Blick wie ein Angebot für Kinder.

Noch sei nichts spruchreif. Aber warum sollte man neben dem Putlitzer Preis für erwachsene Literaten nicht auch einen Wettbewerb für Kinder ausschreiben. "Die Mädchen und Jungen könnten sich beispielsweise mit Prignitzer Geschichte befassen." Das schaffe Identität.

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