zur Navigation springen

Awo-Wohnstätte : Leuchtturm hilft seit zehn Jahren

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wohneinrichtung der Arbeiterwohlfahrt in Wittenberge feiert runden Geburtstag und betreut psychisch kranke Menschen

„Solange es Spaß macht, mache ich weiter“, sagt Mandy Linow freudestrahlend, als gestern immer mehr Besucher, Freunde und Mitarbeiter kommen, um im Garten der Awo-Wohnstätte „Leuchtturm“ Blumensträuße und Grußkarten zu überbringen.

Die 35-jährige Diplomsozialpädagogin leitet die Einrichtung für psychisch kranke Menschen in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. Zur Geschichte des Hauses erklärt sie: „Ich bin gleich mit dem ersten Team eingezogen und habe zwei Jahre später die Leitung übernommen“. Da damals das Haus neu gebaut wurde, habe auch das Gebäude heute Geburtstag, bemerkt sie schmunzelnd.

Elf feste Mitarbeiter hat sie vor Ort und Platz für sechzehn Bewohner. „Das Haus ist immer voll, wir sind gut frequentiert. Zu uns kommen Menschen aus unserem und den benachbarten Landkreisen, aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.“

Das Motto lautet: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Im Leuchtturm kümmern sich die Mitarbeiterinnen vor allem um die alltägliche Lebensführung, die emotionale und körperliche Gesunderhaltung der Bewohner. Sie werden zu Einkäufen begleitet, es gibt Gesprächskreise, gemeinsames Gestalten oder es wird in der Gruppe Musik gehört. Das ganze an einem Ort, der für die Betroffenen Wohn- und Lebensort zugleich ist.

„Das ist ein offenes Haus, jeder Bewohner hat seinen eigenen Schlüssel“, erläutert Linow das Konzept, „wir konnten viele Bewohner wieder in die Selbstständigkeit entlassen. Das sind unsere größten Erfolge.“ Hauseigene Angebote zur Förderung würden gut angenommen, besonders solche, die die Persönlichkeitsentwicklung betreffen, wie etwa Weiterbildungsprogramme und Bewerbungstraining.

Leider sei es in der Außenwahrnehmung oft so, dass die Bewohner mit geistig Behinderten gleichgesetzt würden. „Aber oft kommen Menschen zu uns, die eben keine kognitiven Einschränkungen haben, sondern im Laufe ihrer jeweiligen Lebensgeschichte eine psychische Erkrankung entwickelt haben“, gibt die Leiterin zu bedenken. Für jeden Bewohner wünscht sie sich die größtmögliche Selbstständigkeit, denn diese mache die Lebensqualität aus.

Dann muss Linow sich wieder der zahlreichen Gratulanten annehmen. Eine Kindergruppe der Awo-Kita „Haus der kleinen Strolche“ steht zum Geburtstagsständchen bereit, „mit herbstlichen Gedichten und Lieblingsliedern der Kinder, die sie fleißig geübt haben“, erklärt Erzieherin Elke Albrecht, während sie die Gitarre stimmt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Christine Hansen hat sie das Programm einstudiert.










zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen