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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 18:23 Uhr

Letzter Flohmarkt am 31. Oktober

vom

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2012 | 08:45 Uhr

Wittenberge | Der Flohmarkt am 3. Oktober war doch nicht die letzte Sonntagsveranstaltung für dieses Jahr. Das beliebte Markttreiben auf dem großen Parkplatz des WEZ in der Lenzener Chaussee darf noch einmal am 31. Oktober stattfinden. Die Stadt hat es dem Betreiber genehmigt und damit ihr jüngst ausgesprochenes Verbot zurück genommen.

Ist die Kommune vor dem Bürgerzorn eingeknickt oder hat sich die Gesetzeslage, die den ungenehmigten Handel an Sonntagen verbietet, geändert?

Weder noch, sagt der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes Uwe Karger. "Wir haben uns nach einem Gespräch mit dem Betreiber und Rücksprache mit dem Landkreis dazu durchgerungen, am 31. Oktober den Markt noch einmal zu gestatten, weil wir eine besondere Situation haben", erklärt Karger. Eigentlich dürfe, da dieser Tag ein Feiertag ist, nicht gehandelt werden. "Die Ausnahmeregelung haben wir aber aus mehreren Gründen trotzdem erwirkt",begründet Karger und zählt auf, dass sämtliche Händler sich schon langfristig auf dieses Datum eingestellt hatten und dass der Flohmarkt ebenso langfristig auch in überregionalen Publikationen angekündigt sei.

Das Ordnungsamt macht aber auch deutlich, dass es sich im kommenden Jahr sehr genau an die Vorgaben zu den Sonderöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen halten wird. Für den Flohmarkt müssen also andere Regelungen gefunden werden als es sie bisher gab.

Üblicherweise schlugen die Händler zwischen März und Oktober an Sonntagen am WEZ ihre Stände auf. Der Veranstalter kümmerte sich augenscheinlich wenig bzw. gar nicht um Sondergenehmigungen. Und es funktionierte ja auch eine ganze Zeit. Dann allerdings meldeten sich Interessenten in Perleberg und Pritzwalk, die ebenfalls Sonntag ohne spezielle Genehmigung Märkte abhalten mussten. Der Landkreis sah sich, so die Recherchen des "Prignitzers", gezwungen, einzuschreiten, um das Handeln zu unterbinden.

Er forderte von der Kommune, sie solle die Gesetzlichkeit wiederherstellen (der "Prignitzer berichtete). Bei der Kundschaft löste die Forderung einen Pro test urm aus. "Wittenberge ist keine Stadt der Reichen. Hier gibt es viele Menschen, die dankbar sind, so gut und billig ’was zu kriegen", machte sich beispielsweise Sieglinde Deul für den Sonntagsmarkt stark.

"Auch uns als Stadt ist sehr daran gelegen, dass die Flohmärkte weiterhin stattfinden können", bekräftigt Karger gegenüber der Redaktion. Nur müsse eine Lösung gefunden werden, die beiden Seiten gerecht wird. Bei dem Treffen in der vergangenen Woche verständigten sich Kommune und Betreiber erst einmal zum 31. Oktober. "Im November treffen wir uns wieder. Dann machen wir Nägel mit Köpfen für das nächste Jahr", kündigt Karger an.

Denkbar ist, dass der Markt künftig an jenen Sonntagen stattfinde, an denen sowieso in Wittenberge geöffnet werden darf. Wenn dann allerdings das WEZ auch seine Türen aufsperrt, werden die Parkplätze gebraucht. Eine andere Möglichkeit sei die, auf Samstage auszuweichen und/oder eine andere Fläche zu finden, sagt Karger. Das alles müsse besprochen werden.

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