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Bestattungen in Wittenberge : Letzte Ruhe unter Bäumen finden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ab 2016 soll das in Wittenberge möglich sein / Die Fläche auf dem Friedhof wird vorbereitet / Jetzt geht es um die Details

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Der Wunsch nach Baumbestattungen nimmt zu. An Wittenberge soll der Trend nicht vorbeigehen, zumal der elbestädtische Friedhof ja auch als Waldfriedhof firmiert. Betriebshof und die dazugehörige Friedhofsverwaltung hoffen, dass die ersten Beisetzungen unter Bäumen hier ab Januar 2016 stattfinden können.

In erster Linie verbinden sich mit der letzten Ruhestätte Worte wie Respekt, Ehrfurcht, Pietät. Aber ein Friedhof muss auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden. Wie gut das gelingt, schlägt sich in den Friedhofsgebühren nieder. Niemand solle, so Friedhofsverwalter Ingo Lipinski und Betriebshofchef Andreas Grieswald, in die Situation kommen, seinen lieben Nächsten woanders zur letzten Ruhe betten lassen, weil hier keine Baumbestattungen möglich sind.

Die Vorbereitungen sind weit fortgeschritten. Die Fläche linker Hand vom Haupteingang im Düsterweg ist ausgewählt. Etliche Bäume sind gefällt, damit junge Stämme nachgepflanzt werden können.

Wie aber soll das Grabfeld im Detail gestaltet werden? Andreas Grieswald stellte den Mitgliedern im Werkausschuss für den Betriebshof auf der jüngsten Zusammenkunft mehrere Möglichkeiten vor. Neben gestalterischen Gesichtspunkten spiele, so Grieswald, auch eine große Rolle, ob und welches Konfliktpotenzial sich mit der Form der Beisetzung ergebe. Stichwort Rasengräber: In der Friedhofssatzung ist eindeutig festgelegt, dass kein Grabschmuck auf den Steinen abzulegen ist, trotzdem halten sich Angehörige, obwohl sie diese Bestattungsart gewählt haben, nicht daran. Das hat in den letzten Jahren auf beiden Seiten für sehr viel Ärger und zu Auseinandersetzungen geführt. Bei den neuen Rasenwahlgräbern ist der Betriebshof einen neuen Weg gegangen. Und auch für die Baumbestattungen gibt es die Idee, am Außenrand des Grabfeldes auf Wusch Platten mit den Namen der Verstorbenen zu verlegen. Dort können dann auch Blumen abgestellt werden. Entschieden ist bereits, dass es in Wittenberge ausschließlich Baumbestattungen mit Urnen geben wird. Diese wie auch die Aschekapseln müssen ökologisch abbaubar sein. Möglich soll es sein, für die Beisetzung einen Wunschbaum auszuwählen.

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