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Lenzen steigt in den Olymp der Reiseveranstalter auf

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erstellt am 21.Mai.2010 | 08:34 Uhr

Lenzen | Der international agierende Reiseveranstalter Studiosus aus München kommt erstmals in die Prignitz. Über Pfingsten wird eine Reisegruppe auf der Burg Station machen und die Umgebung erkunden. Das bestätigten in dieser Woche Studiosus und Susanne Gerstner, stellvertretende Projektleiterin auf der Burg.

Themen der Reise sind die frühere innerdeutsche Grenze mit ihren historischen Besonderheiten und der einmalige Naturraum. Ausschlaggebend für das Angebot ist der Status als Modellregion im Grünen Band.

"Dennoch ist es ein Experiment für uns", sagt Ulrich Brandner, vom Planungsteam Kulttimer, in dem Studiosus die Tour vorstellte. Eigentlich sei Studiosus auf fremde Länder und Kulturen spezialisiert, Reisen in Deutschland seien die große Ausnahme, so Brandner. Aber das Grüne Band, neben Lenzen wird die Modellregion Harz besucht, biete ausreichend Potenzial. Und was wichtig ist: "Einige Ausflüge lassen sich nur in Verbindung mit einem Reiseführer unternehmen, der individuell schwer zu organisieren wäre", sagt Brandner.

Susanne Gerstner freut sich auf die knapp 20 Teilnehmer, die im Gästehaus der Burg übernachten werden. Anreisetag wird der morgige Pfingstsonntag sein, an dem nur das Besucherzentrum auf der Burg und Einführung zum Grünen Band geplant sind.

Der Montag steht unter dem Motto "Alte Grenzdörfer und neue Auenwildnis". Vom Grenzturm Lenzen über das Bauernhaus Pauli in Unbesandten und der dortigen Ausstellung geht es hinein in Europas größtes Deichrückverlegungsgebiet. "Ein Teil der Gruppe wird das Naturschutzgebiet zu Fuß erkunden, die zweite Hälfte fährt mit dem Boot, zur Rückkehr tauschen wir", so Susanne Gerstner.

Vollgepackt ist auch der Dienstag, an dem die Lebensraumvielfalt im Mittelpunkt steht. Eine Station ist unter anderem der Höhbeck mit der Schwedenschanze. Ein speziell ausgebildeter Führer werde über die geologische Entstehung des Gebietes und über markante historische Ereignisse sprechen.

Dem freien Nachmittag schließt sich am Abend ein Ausflug ins Rambower Moor an. Kraniche und Gänse sind dort zu entdecken. "Mit etwas Glück hören wir die sehr selten gewordene Rohrdommel und wir informieren über die Renaturierung des Moores", sagt Susanne Gerstner.

Bei entsprechender Nachfrage bleibe diese Reise im Angebot von Studiosus, stellt Ulrich Brandner in Aussicht. Generell sei der Münchener Anbieter an Vorschlägen interessiert, innerhalb von Deutschland vor allem an herausragenden kulturellen Veranstaltungen.

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