Feuerwehr öffnet Tür und Tor : Lenzen präsentiert starke Truppe

Aufräumen nach der Übung: Paul gehört zur Floriangruppe. Ihm gefällt es in der Feuerwehr. Fotos: Hanno taufenbach (2)
Aufräumen nach der Übung: Paul gehört zur Floriangruppe. Ihm gefällt es in der Feuerwehr. Fotos: Hanno taufenbach (2)

Feuerwehr hat keine Nachwuchssorgen und ist mit technischer Ausrüstung zufrieden / Kinder zeigen ihr Können

svz.de von
21. September 2015, 12:00 Uhr

Kein Klagen über fehlende oder veraltete Technik. Kein Jammern über den ausbleibenden Nachwuchs. Lenzens Feuerwehr macht am Sonnabend zum Tag der offenen Tür einen zufriedenen Eindruck. Anders lassen sich die Worte von Wehrführer Norbert Stier nicht interpretieren.

„Unsere Einsatztruppe zählt 18 Kameraden. In der Jugendwehr haben wir zehn und in der kleinen Floriangruppe neun Kinder“, sagt Stier. Das seien für eine Stadt wie Lenzen doch beachtliche Zahlen, die ermutigend wirken. „Zwar müssen auch wir zu Einsätzen gemeinsam mit benachbarten Ortswehren ausrücken, haben auch wir unter der Woche mal Schwierigkeiten, weil mehrere Kameraden auswärts arbeiten, aber insgesamt ist das alles in Ordnung.“

Da in der jüngeren Vergangenheit mehrere Mitglieder aus der Jugendwehr in die aktive Truppe nachrückten, sei der Altersdurchschnitt gut. „Wir haben sieben Atemschutzgeräteträger, drei weitere beginnen im Herbst ihre Ausbildung“, so Stier. Auch das sei gut. Hinzu kommen Geräteträger aus Eldenburg sowie Rambow und Mellen, ergänzt Marco Radischat, Zugführer und Ortswehrführer Rambow/Mellen.

Wie wichtig diese Einsatzstärke ist, habe sich in diesem Jahr gezeigt: In der Statistik stehen 38 Einsätze, nach nur 28 im vergangenen Jahr. Vor allem Verkehrsunfälle hätten zugenommen, und mehrere Sturmschäden hätten die Zahl ebenfalls in die Höhe getrieben.

Technisch sei die Wehr gut aufgestellt, vor allem durch das vor vier Jahren angeschaffte Tanklöschfahrzeug. Dieses sei zwar in Lenzen stationiert, aber für den gesamten Amtsbereich zuständig. Dank der modernen Funktionsweise genügen bei Personalmangel zwei Kameraden, um es zu bedienen.

Einzige Sorge am Horizont sei die Zahl der Fahrzeugführer. Aktuell haben noch sechs Kameraden den dafür notwendigen Führerschein. Im nächsten Jahr werde ein Kamerad mit finanzieller Unterstützung des Amtes den Führerschein für die zwei großen Fahrzeuge erwerben.

Ihre Einsatzstärke zeigen die Kameraden den Besuchern am Sonnabend. Die Erwachsenen löschen einen Fettbrand, demonstrieren, was beim Auslösen eines Airbags passiert. Jugend- und Floriangruppe führen den Löschangriff vor. Ganz eifrig dabei sind der achtjährige Paul und sein neunjähriger Freund Joel.

„Feuerwehr macht Spaß“, sagen die beiden Jungen. Vor allem weil sie manchmal mit Wasser spielen dürfen, geben sie zu. ‚Aber wir lernen auch eine Menge, rollen Schläuche aus und kuppeln sie aneinander“, erzählen sie.

Das THW aus Cumlosen, das Brandschutzmobil des Kreises und die DLRG sind ebenfalls der Einladung der Wehr gefolgt, stellen ihre ganz speziellen Einsatztechniken vor.


Guter Schutz vor Diebstahl


Ebenfalls vor Ort ist die Polizei. Sie bietet das Codieren von Fahrrädern an und stößt damit auf großes Interesse. In nur zwei Stunden seien bereits 20 Bürger mit ihren Rädern ins Gerätehaus gekommen, andere haben sich schon für den Nachmittag angemeldet.

„Mit unserem neuen Gerät können wir auch Rollstühle, Golfschläger und vieles mehr codieren“, erklärt Revierpolizist Dieter Bolzmann.

PR steht für den Landkreis, der Code 244 für Lenzen. Es folgen je ein Code für die Straße und Hausnummer des Eigentümers und seine Initialen. „Damit können wir jedes Fahrrad einem Besitzer zuordnen“, so Bolzmann. Das Verfahren habe sich bewährt, bei Verkehrskontrollen habe die Polizei dadurch schon mehrere gestohlene Räder entdeckt und sie ihrem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen