Perleberger Betriebe ausgezeichnet : Lehrlinge sind in guten Händen

Fühlt sich wohl im Team: Lutz Hanf lernt bei Enrico Kempf den Beruf des Fahrzeuglackierers. Fotos: Hanno Taufenbach (2)
1 von 2
Fühlt sich wohl im Team: Lutz Hanf lernt bei Enrico Kempf den Beruf des Fahrzeuglackierers. Fotos: Hanno Taufenbach (2)

Autolackiererei Enrico Kempf und der Deutsche Kaiser werden für ihre vorbildliche Ausbildung ausgezeichnet

von
07. März 2016, 21:00 Uhr

Für ihre erfolgreiche Lehrlingsausbildung wurden gestern zwei Prignitzer Unternehmen ausgezeichnet: die Enrico Kempf Autolackiererei in Perleberg und die Trend Service GmbH Deutscher Kaiser, ebenfalls in Perleberg.

Die Autolackiererei bilde über Jahre hinweg beständig aus. Nur ein Jahr nach der Firmengründung 2003 stellte Inhaber Enrico Kempf die ersten Azubis ein. Weder die schulischen Noten noch das Alter der Bewerber seien ausschlaggebend. „Alle bekommen eine Chance“, würdigt die Arbeitsagentur Neuruppin, die gestern die Ausbildungszertifikate an insgesamt zehn Betriebe überreichte.

Der Geschäftsführer setze vor allem auf Interesse und Motivation sowie die Einschätzung nach einem persönlichen Kontakt oder einem Praktikum. Unter den elf Beschäftigten sind derzeit drei Auszubildende. Einer von ihnen ist Lutz Hanf.

Autolackierer stand nicht ganz oben auf seiner Berufswunschliste. „Ich absolvierte erst eine Ausbildung zum Bankkaufmann“, sagt er. Doch diese Arbeit überzeugte ihn nicht, so dass er sich auf frühere Interessen besann. „Konkrete Vorstellungen vom Beruf des Fahrzeuglackierers hatte ich nicht, aber mein Praktikum machte mir hier so viel Spaß, dass ich meine zweite Ausbildung anfing.“

Das Team sei jung und toll, es mache ihm viel Freude. Wer sich für Farben und Lacke interessierte, könne eine Menge lernen, ständig gebe es neue Entwicklungen. Im Juli wird der Breeser seine Abschlussprüfung absolvieren. „Gern möchte ich bei Enrico Kempf bleiben, weitere Ausbildungen und vielleicht sogar meinen Meister machen“, sagt er.


Kochen macht Spaß


Als „Trendsetter“ bezeichnet die Arbeitsagentur das Hotel und Restaurant Deutschen Kaiser. Geschäftsführer Steve Hausmann „setze gezielt innovative und außergewöhnliche Ausbildungselemente ein“, heißt es in der Begründung. Davon profitieren aktuell drei Auszubildende. Unter ihnen Jennifer Tiede.

Eine Ausbildung in der Gastronomiebranche ist bei jungen Menschen eher unbeliebt. Jennifer Tiede macht es jedoch Spaß. Sie will Köchin werden, steht kurz vor ihrer Prüfung. Der Zeitdruck in der Küche mache ihr nichts aus. Sie empfindet ihn sogar als Ansporn. „Wenn es den Gästen schmeckt und sie zufrieden sind, ist das ein schönes Gefühl“, erzählt sie.

An ihrer Ausbildung schätze sie die Teamarbeit sehr: „Ich kann jeden Kollegen fragen und wir kochen eine ganz große Bandbreite. Das gefällt mir und ich würde mich freuen, wenn mich der Deutsche Kaiser übernimmt.“

Die Aussichten dafür stehen gut, denn in der Regel bietet Steve Hausmann das den Absolventen an. Der Betrieb habe gute Erfahrungen mit leistungsschwächeren und sozial benachteiligten Bewerbern aus berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen gemacht.

Die Unterstützung für die Jugendlichen reiche von betrieblicher Nachhilfe und Prüfungsvorbereitung über finanzielle Hilfen und Anreize. Dazu zählen beispielsweise Tankgutscheine oder die Finanzierung eines Führerscheins. Auch eine ganz praktische Lebenshilfe sei für den Ausbildungsbetrieb selbstverständlich. Ob Unterstützung bei der Wohnungssuche oder bei einem Umzug – die Azubis dürfen auf Unterstützung des Betriebes zählen. Es bestehe eine gute Kooperation mit der Berufsschule sowie persönliche Kontakte zu den Lehrern.

Steve Hausmann unterstütze Weiterbildungsanliegen der Mitarbeiter. „Mit seinem Engagement bewirkt der Arbeitgeber eine nachhaltige Qualifizierung im Hotel- und Gastgewerbe“, urteilt die Arbeitsagentur.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen