Hunderte feiern 25. Geburtstag : Lebensfreude pur auf der Ölmühle

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Kreisvereinigung der Lebenshilfe ist ein Vierteljahrhundert alt. Eltern und Fachleute wirken für und mit Menschen mit Handicap

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22. Juni 2015, 08:00 Uhr

Auf der Bühne tanzt der Vorstand mit den beiden Geschäftsführern Harm Carls und Tom Buchholz. Auf dem Festplatz jubelt das Publikum. Einen gelungeneren Auftakt für ein Fest voller Lebensfreude kann es kaum geben. Hunderte kamen am Samstag auf die alte Ölmühle, um auf der und rund um die Festspielbühne mit dem diesjährigen Sommerfest auch den 25. Geburtstag der Lebenshilfevereinigung Prignitz zu feiern.

Eltern, deren Kinder mit einer oder mehreren Behinderungen ihr Leben meistern müssen, haben den Verein vor einem Vierteljahrhundert gegründet, „weil wir als Mütter und Väter für unsere Mädchen und Jungen das Beste wollen“, sagt Hans-Joachim Thalmann. Der Wittenberger hat vor einem Vierteljahrhundert die Lebenshilfe Prignitz e. V. mit auf den Weg gebracht.

Und damit einen Verein, von dem die Bundesgeschäftsführerin Professor Dr. Jeanne Nicklas-Faust auch vor den Hintergrund der hier praktizierten Inklusion in Kitas und Schulen sagt: „Die Lebenshilfe Prignitz ist auf der Höhe der Zeit.“ Eltern und Fachkräfte würden sich hier gemeinsam engagieren. Das Ergebnis sei beeindruckend, widerspiegele sich in den guten Wohnheimen, Werkstätten und Dienstleistungen. Abgesehen von einer quasi Durchfahrt durch die Stadt war es der erste Besuch von Professor Dr. Nicklas-Faust in Wittenberge. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, der ebenfalls zu den Gratulanten gehörte, hat sicher gern ihre Ankündigung vernommen, sie komme noch einmal wieder. Wittenberge gefalle ihr.

Anerkennende Worte für die Prignitzer Vereinigung kommen im Gespräch mit dem „Prignitzer“ auch vom 1. Landesvorsitzende der Lebenshilfe, Wolfgang Pohl, der betont, dass das ehrenamtliche Engagement „von Menschen für Menschen die Basis unserer Arbeit ist“. „Es steckt sehr viel Herzblut darin.“ Die Mitbürger mit Handicap würden erfahren, „dass sie in einer Gesellschaft leben, in der sie willkommen sind“. Die Geburtstagsparty auf der Ölmühle war dafür ein beredtes Beispiel: Menschen mit und ohne Behinderung gestalteten gemeinsam das Programm, genossen den Nachmittag.

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