zur Navigation springen

Wittenberge : Laura setzt Gefühle auf Plakaten um

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schülerin besticht beim Projekt des Marie-Curie-Gymnasiums mit zwei Ideen und kommt damit Dank Firmenunterstützung groß ’raus

Wenn Laura Maslo in der Stadt unterwegs ist, dann sind die Chancen ziemlich groß, dass sie ihrer Projektarbeit aus dem Kunstunterricht begegnet – und zwar supergroß und damit unübersehbar. Im Kunstunterricht bei Fachlehrerin Kathrin Lockenvitz haben die Gymnasiasten – und damit auch Laura – die Aufgabe gehabt, das Thema Gefühle im wahren Wortsinn plakativ, also für ein Plakat geeignet, und trotzdem mit Tiefgang umzusetzen. Wahrlich keine leichte Aufgabe, wie Kathrin Lockenvitz sagt.

Laura– sie hat jetzt die 12. Klasse abgeschlossen – hat das Thema von mehreren Seiten ausgelotet. Entstanden sind zwei sehr unterschiedliche Plakate. Beide sind je fünf Mal auf den großen Werbeflächen der Firma Plakatlicht Kurt Treger Außenwerbung in der Stadt zu sehen. Bereits seit 2009 unterstützt das Lindenberger Unternehmen das Gymnasium, bietet dortigen Schülern so die Möglichkeit, sich mit ihren Arbeiten über den Schulrahmen hinaus zu präsentieren, betont Kathrin Lockenvitz. Es sei eine Anerkennung für die Schüler. Das Projekt findet in Form eines Wettbewerbs statt, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Sebastian Harth. Die drei Erstplatzierten erhalten Anerkennungsprämien. „Ich werde das Geld in eine Kamera investieren“, sagt Laura Maslo und zeigt auf ihr Plakat, das quasi über dem Stern prangt. „Krieg, das ist, wenn Papa fort ist.“ Diese Zeile steht über einem Schwarz-Weiß-Foto, das mit einem Teddy vor einem ruinösen Hausdetail als Symbol für Gewalt und Zerstörung gilt. Der oben zitierte Satz ist der Titel eines Buches von Swetlana Alexijewitsch. Die Autorin hat die Erinnerung von Kindern zusammengetragen, die der Zweite Weltkrieg zu Halbwaisen oder Waisen machte. Diese Erinnerungssequenzen gehen unter die Haut. Firmenchef Kurt Treger hat den Buchtitel für das Projektthema Gefühle als Ergänzung mit vorgeschlagen.

Laura sei die bildliche Umsetzung eindrucksvoll gelungen, sagt Kathrin Lockenvitz. Für das Fotomotiv hat sie noch auf ihr Handy zurückgreifen müssen. Aber die Anschaffung einer Kamera ist ja geplant.

Das zweite Plakat, mit dem Laura die Juroren überzeugte, ist anderer Art: Laura setzt Smilies ein, um zu signalisieren: Lass Dich von schlechter Laune nicht unterkriegen.

 

zur Startseite

von
erstellt am 05.Jul.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen