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Der Prignitzer

12. Dezember 2017 | 03:45 Uhr

Langersehnter „Scherenschnitt“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kurmärker Straße sowie Groß Buchholzer- und Karl-Achtel-Straße gestern feierlich übergeben / Anlieger überaus zufrieden

von
erstellt am 23.Okt.2015 | 10:16 Uhr

„Es gibt immer etwas, was man anders machen hätte können, aber unterm Strich freue ich mich über die neue Straße“, sagt Heidrun Richter. Seit fast 50 Jahren wohnt sie in der Kurmärker Straße, die nun saniert und gestern feierlich übergeben wurde. Als sie 1978 einzog, gehörte sie mit zu den ersten in dieser Straße. „Zuvor war alles hier Russenstraße“, in den Gebäuden wohnten Offiziersfamilien. Den großen Balken, der zwei Welten trennte, habe sie noch mit versetzt.

55 Jahre lebt Birgit Vorer in der Groß Buchholzer, die, wie auch die Karl-Achtel-Straße, gestern ebenfalls eingeweiht wurde. „Ich bin hier geboren und habe eigentlich schon gar nicht mehr daran gelaubt, dass wir noch eine Straße bekommen. Ich freue mich wirklich.“ Verständlich, denn Jürgen Jesse, er wohnt auch in der Groß Buchholzer, sagt warum: „Bei jedem Starkregen fühlten wir uns wie am River, im Sommer wie in der Steppe mit Sand und Staub.“ Einfach wunderbar, jetzt eine richtige Straße vor der Haustür zu haben. Auch das Miteinander mit den Bauleuten wird immer wieder hervorgehoben. „Es ging Hand in Hand, wenn die mal Wasser brauchten, hatte ich kein Problem damit. Und umgekehrt haben sie trotz Baustelle möglich gemacht, was ging“, berichtet Erwin Bendyk aus der Kurmärker.

Wilfried Westphal und seine Frau Edelgard aus der Groß Buchholzer sind froh, dass es endlich geschafft ist. „Zeitweise hatten wir schon Angst, dass wir noch einfrieren, denn die Arbeiten haben doch länger gedauert, als angekündigt. Aber jetzt ist alles fertig, alles schick, alles gut.“
Es waren etliche Bewohner, die gestern die Einladung von Bürgermeisterin Annett Jura zur Straßenfreigabe angenommen haben. „Wir haben die Bauerei verfolgt und sind auch da zur Übergabe, zumal ich der Bürgermeisterin noch nie so nah war“, fügt schmunzelnd Erwin Bendyk an.

Knapp ein Jahr hat die eigentliche Bauerei an den Straßen gedauert. Bereits im Vorfeld, sprich 2014, hatte die PVU die erforderlichen Arbeiten am Stromversorgungsnetz in der Kurmärker durchgeführt. In zwei Bauabschnitten ging es anschließend an die Straßensanierung. Von der Karl-Liebknecht-Straße bis zur Kurmärker wurde ein neuer Regenwasserkanal verlegt, übrigens begleitet von der Archäologie, denn der Bereich ist ein Bodendenkmal. Auf rund 310 Metern wurde im zweiten Bauabschnitt dann die Straße samt Nebenanlagen wie Gehwege und Parkflächen, Regenwasserkanal mit Anschlussleitungen, Straßenbeleuchtung und Begrünung komplett auf Vordermann gebracht. Und auch der Schmutzwasserkanal plus Hausanschlüsse ließ der WTAZV hier erneuern.

Zirka 585 000 Euro, ohne Abwasser, betragen die Gesamtkosten für die Kurmärker, 150 000 Euro für die Groß Buchholzer und Karl-Achtel-Straße. Im Vorfeld verlegte die PVU hier eine 20 KV-Leitung, die Trinkwasserleitung sowie Gashausanschlüsse bzw. ließ diese sanieren, um nur einige Eckdaten aufzulisten. Einmal mehr kam hier zum Tragen, dass Stadt, PVU und WTAZV ihre Projekte entsprechend abstimmen.

Die Bürgermeisterin lud sodann die Anlieger und alle am Bau Beteiligten, dazu zählen auch das Ingenieurbüro Rauchenberger und die Perleberger Tiefbau GmbH, zum Plausch bei Kuchen, Kaffee, Glühwein und strahlendem Sonnenschein ein.  

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