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Besuch in Karstädt : Landwirtschaft hautnah erlebt

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Die 8 A des Wittstocker Gymnasiums besuchte die Agrargenossenschaft Karstädt und das Dorfmuseum Blüthen.

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 22:00 Uhr

„Ich wusste gar nicht, was wir hier machen sollen. Ich fand es im Nachhinein sehr interessant. Die Kälbchen waren total niedlich“, war Maxi Schmidt begeistert. Sie und ihre 27 Mitschüler der Klasse 8A des Wittstocker Gymnasiums – ein Mitschüler war erkrankt – besuchten gestern die Agrargenossenschaft Karstädt e. G. „Wir wollen den Jugendlichen einen Landwirtschaftsbetrieb bei laufender Produktion zeigen, mit Betonung auf die Regionalität“, erklärte Geschäftsführer Lothar Pawlowski, der auch der Vorstandsvorsitzende des Kreisbauernverbandes Prignitz ist. Zur Begrüßung erklärte er den Schülern alle Daten und Fakten zum Betrieb wie zum Beispiel: Die Agrargenossenschaft hat 1300 Milchkühe, die rund 12 Millionen Kilogramm Milch im Jahr geben, 1500 Jungrinder, 300 Mutterkühe, 3530 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, das Gros davon für den Getreideanbau. „Wir beziehen sämtliche Futtermittel wie Gras, Mais, Stroh aus der Eigenproduktion und aus der Region“, berichtete der Agrargenossenschaftschef. Der Karstädter Betrieb beschäftigt 50 Mitarbeiter, darunter drei Lehrlinge. In drei Bereichen bildet der Betrieb aus: zum Landwirt, Tierwirt und zur Fachkraft für Agrarservice.


Von der Maissilierung bis zum Melkkarussell


Doch dann folgte der für die Gymnasiasten weitaus interessantere Teil. In zwei Gruppen „eroberten“ sie das Gelände. Ihnen wurde die Maissilierung gezeigt. „Am Montag haben wir mit der Maisernte begonnen“, so Pawlowski. Weiter ging es zu den Kuhställen, um zu zeigen, wie die Mutterkühe, die Bullen, die Milchkühe oder die Kälbchen gehalten werden – die Stadt-Teenies erlebten die Landwirtschaft hautnah. Nicht für jeden etwas – der Geruch lag doch einigen ein bisschen schwer in der Nase.

Besonders aber im Kälbchen-Stall konnten sich die Achtklässler kaum losreißen. Die kleinen Geschöpfe erhielten natürlich ein paar Extra-Streicheleinheiten und mussten selbstverständlich auch Model für den ein oder anderen Schnappschuss stehen. Und zu guter Letzt erfuhren die Schülerinnen und Schüler noch vieles zum Melken, indem sie sich das Melkkarussell ansahen, das in Karstädt für 60 Kühe Platz hat.

„Es wurde uns alles richtig gut und interessant erklärt“, zeigten sich Sara Rzeha, Lisa Langerwisch, Jennie Wilkens und Isabel Thiele unisono angetan. Die meisten der Wittstocker Gymnasiasten kamen das erste Mal in ihrem Leben so hautnah mit der Landwirtschaft in Berührung. Und Maxi Schmidt meinte prompt: „Ich würde wieder kommen.“

Dass die Wittstocker Gymnasiasten in Karstädt waren, hatte einen ganz besonderen Grund. Die 8 A hat zum Ende des vergangenen Schuljahres am landesweiten Wettbewerb von Land aktiv „Leckeres aus Brandenburg“ teilgenommen. Dazu mussten sie ein Logo für einen Einkaufsbeutel entwerfen. „Jeder hat im Kunstunterricht da seiner Kreativität freien Lauf gelassen. Die beiden besten Arbeiten haben wir eingereicht“, erklärte Kunstlehrerin Ellen Thonack, die die Schüler mit Klassenlehrerin Gitta Albrecht nach Karstädt begleitete.


Als Gewinn Picknick am Dorfmuseum


Und die Wittstocker wurden bei dem Wettbewerb, bei dem insgesamt 204 Entwürfe eingereicht wurden, von einer Jury auf Platz zwei gewählt. Als Gewinn gab es ein Picknick. Der Sieg ging an die Klasse 5 b der Grundschule „Erich Kästner“ in Wünstorf (Teltow-Fläming).

Und so kam Marina Maaß, Regionalbeauftragte von Land aktiv Prignitz, Ostprignitz und Oberhavel und Mitglied im Kreisbauernverband Prignitz, auf die Idee, die Wittstocker gleich für einen Vormittag nach Karstädt einzuladen, ihnen einen Landwirtschaftsbetrieb zu zeigen und natürlich auch gleich das Picknick zu reichen. Das bekamen sie im Garten des Prignitzer Dorfmuseums in Blüthen. Die Leiterin Doreen Lüdemann half dabei tatkräftig und ein Rundgang durchs Museums war zum Abschluss auch noch angesagt.


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