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Der Prignitzer

17. August 2017 | 01:36 Uhr

Landschaft, Menschen, kleine Schätze

vom

Bresch | Das Land, die Menschen und ihre kleinen Schätze faszinieren Tobias Schweitzer. Der 45-Jährige eröffnete im April dieses Jahres das Landhaus Bresch - ein Vierseithof mit Biedermeierpark. Das Land, die Menschen in und um Bresch sowie ihre kleinen Schätze sollen ab 2012 unter dem touristischen Thema "Gartenland Prignitz" profiliert werden. Das ist zumindest das Ziel des Landschaftsarchitekten und Lebenskünstlers Tobias Schweitzer sowie seiner Partner, die er in der Region bereits um sich geschart hat. "Da wären beispielsweise die Rumpelscheune Muggerkuhl, der Kunsthof Tangendorf, das Schloss Neuhausen oder auch der Pflegedienst Lenz in Berge zu nennen", zählt Tobias Schweitzer auf.

Der Weihnachtsmarkt am vergangenen Sonnabend war Anlass, um die Philosophie "Zusammen statt Konkurrenz" zu kommunizieren und auch die Idee der neu eingerichteten Dorfschänke "Schweinebar" bekannt zu machen. "Idee deswegen, weil es hier zunächst keine regulären Bewirtungszeiten gibt", so Schweitzer. Das werde sich mit der Reaktion der Leute auf dieses Angebot finden.

Die Reaktionen, die man vorgestern aufschnappen konnte, waren durchweg positiv, die "Schweinebar" gut gefüllt, genauso wie am Nachmittag die Kirche von Bresch, wo Christian Reishaus nicht nur Adventsmusik spielte, sondern das Publikum auch zum Mitsingen ermunterte. In der riesigen Scheune des Landhauses waren Stände aufgebaut, loderte ein Feuer, konnte man essen und trinken, spielte Ivy Maria besinnliche Melodien auf der Geige.

2007 wurde das Landhaus Bresch in die Liste der schützenswerten Kulturgüter Brandenburgs aufgenommen. Europäische Union und Land Brandenburg förderten die Sanierung - auch wegen des ebenso sozialen wie kulturhistorischen Ansatzes, mit dem Tobias Schweitzer das Objekt betreibt. In Kooperation mit dem Pflegedienst Lenz bietet er hier Verhinderungspflege an. "Die ersten Bewohner beziehungsweise Nutzer hatten wir schon hier. Sie waren glücklich, fühlten sich wohl", beschreibt Tobias Schweitzer, der selbst gerade einen Pflege-Basiskurs absolviert, seine Eindrücke. Bezug zu diesem Thema hat er seit seinem Zivildienst in der Seniorenpflege. Seinerzeit sammelte er auch schon erste Erfahrungen in der Sterbebegleitung.

In Bresch kehrt Schweitzer gewissermaßen zurück zu seinen Wurzeln, sowohl was die Pflege betrifft als auch seine Ambitionen als gelernter Gärtner und studierter Landschaftsarchitekt mit internationalen Erfahrungen und Referenzen. Das Gelände hinter Hof und Scheune machte er zu dem, was es einst war: ein Garten im Biedermeierstil. Selbst im tristen Dezember benötigt man nicht sehr viel Fantasie, um sich das Gelände im Sommer als paradiesisch vorzustellen. "Hier konnte ich endlich meinen Garten anlegen", sagt der gebürtige Aachener. In den vergangenen Monaten hatte er fast täglich Führungen durch Haus und Garten, zu dem übrigens auch eine Glühwürmchenwiese gehört. An der kann man sich allerdings erst wieder erfreuen, wenn es draußen wärmer wird.

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erstellt am 12.Dez.2011 | 11:03 Uhr

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