Prignitz : Landkreis will Eichen schützen

Schädliche Raupen werden im Mai bekämpft / Witterung entscheidet über genaue Termine

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02. Mai 2019, 07:43 Uhr

Prignitz | Voraussichtlich wird die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners frühestens am 6. Mai beginnen (wir berichteten). „Die derzeitige Trockenheit verzögert allerdings die Blattentwicklung der Eichen, sollte es in den nächsten Tagen nicht regnen, ist es möglicherweise günstiger, erst ab dem 3. Mai zu bekämpfen“, informiert die Pressestelle des Landkreises. Dieser koordiniert wie in den Vorjahren die Bekämpfung und beobachte die Entwicklung der Raupen und den Austrieb der Eichen aufmerksam.

Die Erfassung des Befalls im letzten Jahr habe ergeben, dass auch in diesem Jahr wieder Maßnahmen gegen die Raupen in der Prignitz ergriffen werden müssten. Beteiligt daran sind die betroffenen Kommunen Amt Putlitz-Berge, die Gemeinden Gumtow, Plattenburg, Karstädt, Groß Pankow, die Städte Perleberg, Pritzwalk, Wittenberge, die Ämter Bad Wilsnack/Weisen und Lenzen-Elbtalaue sowie die Kreisstraßenmeisterei.

Der Landkreis habe mit den betroffenen Kommunen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit Vereinbarungen abgeschlossen und werde den Einsatz des Bekämpfungsmittels Dipel ES/Foray ES koordinieren. Insgesamt sollen im Mai auf rund 400 Hektar Flächen und Bäume behandelt werden. Das entspricht in etwa einer Größenordnung wie im vergangenen Jahr.

Das Sprühen des Biozids erfolgt sowohl vom Boden (rund 170 Hektar) aus als auch aus der Luft (rund 230 Hektar). Die für die Bekämpfung in ökologischen Schutzgebieten erforderlichen naturschutzrechtlichen Befreiungen werden durch die untere Naturschutzbehörde nach Eingang der Stellungnahmen der anerkannten Naturschutzverbände kurzfristig erteilt, heißt es in der Mitteilung des Kreises.
Welche Flächen zur Behandlung vorgesehen sind, ergibt sich aus den jeweiligen Allgemeinverfügungen der Kommunen. Die Flächen sind ab Freitag, den 3. Mai, auf der Internetseite des Landkreises Prignitz unter www.landkreis-prignitz.de unter dem Button Aktuelles/Eichenprozessionsspinner bzw. unter „Geoportal“ einsehbar.
Die Sprühaktion im Landkreis mit dem Hubschrauber bzw. den Bodenfahrzeugen wird in Abhängigkeit von der dann vorherrschenden Wetterlage etwa drei bis vier Tage in Anspruch nehmen. An welchem Tag in welchen Bereichen bekämpft wird, kann in der Regel immer erst am Vortag entschieden werden. Die Öffentlichkeit wird über die Tageszeitungen, über das Radio und über die Internetseiten der Kommunen und die des Landkreises informiert, wann und wo die Maßnahmen stattfinden.
Sowohl bei der Luft- als auch bei der Bodenbekämpfung gilt grundsätzlich ein Betretungs- und Befahrungsverbot während der Ausbringung und in der Zeit bis zur Abtrocknung des Biozids, informiert Sabine Kramer, zweite Beigeordnete des Landrats. Die betroffenen Abschnitte werden vorübergehend gesperrt. Auskünfte zu den Maßnahmen und betroffenen Flächen geben die Ordnungsämter der Städte, Ämter und Gemeinden.

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