Coup in Groß Pankow : Landkreis übernahm Landesstraße

Beim Vor-Ort-Termin in Seefeld: Pritzwalks stellvertretender Bürgermeister Ronald Thiel, die Bauamtsleiter Halldor Lugowski sowie Friedhelm Müller mit den Planern Jürgen Hinze und Matthias Tellschow.
Beim Vor-Ort-Termin in Seefeld: Pritzwalks stellvertretender Bürgermeister Ronald Thiel, die Bauamtsleiter Halldor Lugowski sowie Friedhelm Müller mit den Planern Jürgen Hinze und Matthias Tellschow.

Im Juli soll die Erneuerung der Kreisstraße 7054 zwischen der B 103 Seefeld bis Tüchen beginnen

svz.de von
16. Mai 2017, 12:00 Uhr

Ein Coup nennt Pritzwalks stellvertretender Bürgermeister Dr. Ronald Thiel, das was er und seine Verwaltungskollegen aus Groß Pankow zu verkünden haben: Der Landkreis Prignitz übernahm die Landesstraße 146 vom Land Brandenburg und bekommt zusätzlich finanzielle Mittel, um die marode Straße auszubauen.

„Die ist das Ergebnis eines langen Prozesses“, erklärt Groß Pankows Bauamtsleiter Halldor Lugowski. Ursprünglich wollten die Stadt Pritzwalk und die Gemeinde Groß Pankow, die Straße in kommunale Trägerschaft übernehmen, um so den Ausbau der etwa 15 Kilometer langen Straße zu realisieren. Doch dann wären in den Ortslagen Anliegerbeiträge fällig gewesen, so Lugowski.

Die Straße, die seit dem 1. April die Kreisstraße 7054 ist, führt von der B 107 in Tüchen über Lindenberg, Vettin, Kehrberg, Klein Woltersdorf, Seefeld zur B 103. Geplant ist der Ausbau in zehn Bauabschnitten bis zum Jahr 2019. Ausgenommen ist die Ortslage Kehrberg, die bereits erneuert wurde.

Halldor Lugowski: „Begonnen wird in diesem Jahr mit den Bauabschnitten 3 und 4. Das sind der Bereich zwischen Seefeld und Klein Woltersdorf sowie die Ortsdurchfahrt Klein Woltersdorf.“

Die Verbindung von Seefeld nach Klein Woltersdorf erhält auf einer Länge von 920 Metern einen Hocheinbau. Das heißt, die vorhandene Befestigung wird als Unterbau genutzt und entsprechend verbreitert – hier auf 3,50 Meter mit Ausweichstellen. In Klein Woltersdorf erfolgt ein Neubau der Straße mit Asphaltbeton auf einer Länge von 360 Metern. Nach Fertigstellung wird sie sechs Meter breit sein. Außerdem wird der Straßenabschnitt mit Rundborden eingefasst und er erhält eine geschlossene Entwässerung. Die Gehwege werden mit Betonsteinpflaster befestigt.

Für den reinen Straßenbau sind sechs Millionen Euro veranschlagt, so Michael Becker, Werkleiter der Kreisstraßenmeisterei auf Anfrage des „Prignitzers“. „Für den Ausbau gibt es eine 90-prozentige Förderung auf Grundlage des Entflechtungsgesetzes.“ Demnach werden Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden des Landes Brandenburg gefördert. Hinzu kommen noch einmal rund zwei Millionen Euro für die Nebenanlagen, für die die Kommunen verantwortlich zeichnen. Der Baubeginn soll mit den Sommerferien erfolgen. Wann konkret, könne jedoch erst nach Abschluss der Ausschreibungen gesagt werden, informiert Becker.

„Gebaut wird unter Vollsperrung. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr dann großräumig über Bundes- und Kreisstraßen umgeleitet“, so Groß Pankows Bauamtsleiter Halldor Lugowski abschließend.

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