Breeser Feuerwehren : Landkreis soll für Schaden bezahlen

Das Feuerwehrgerätehaus in Breese befindet sich derzeit im Rohbau. Es soll um rund 80 Quadratmeter erweitert werden.
Das Feuerwehrgerätehaus in Breese befindet sich derzeit im Rohbau. Es soll um rund 80 Quadratmeter erweitert werden.

Wehren fordern Erstattung für kaputt gegangene Technik und Schutzbekleidung beim Hochwassereinsatz / Breeser Gerätehaus wird ausgebaut

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24. Februar 2014, 08:00 Uhr

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter den Kameraden der Feuerwehren aus der Gemeinde Breese. Insbesondere der mehrtägige Hochwassereinsatz im Juni zehrte an den Kräften der Brandschützer. Auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Breeser, Groß Breeser und Kuhblanker Feuerwehren am Freitagabend im Gemeindehaus Groß Breese wurde noch einmal Bilanz gezogen.

Im Kampf gegen die Fluten zwischen dem 5. bis 14. Juni waren alle drei Wehren involviert. Der mehrtägige Einsatz ging nicht nur den Kameraden an die Substanz, sondern auch der Technik und Schutzbekleidung: „Während des Einsatzes sind viele Sachen kaputt gegangen“, erklärte Kuhblanks Wehrführer Detlef Nühs. „Die Schadensmeldung liegt zwar seit einem halben Jahr beim Landkreis vor, aber reagiert hat bisher keiner.“ Gleiches können auch die Breeser und Groß Breeser Wehr berichten. „Und damit sind sie nicht alleine. Auch die Wehren aus dem Lenzener Bereich haben bisher weder eine Rückerstattung noch eine Ersatzbeschaffung erhalten“, ergänzte Kreisbrandmeister Holger Rohde. Die Wehren befürchten, auf ihrem Schaden sitzen zu bleiben. Wie Ordnungsamtsleiter Gerald Neu sagte, müssen diesbezüglich „Regelungen getroffen werden“. Er versprach, dass sich das Amt Bad Wilsnack/Weisen zeitnah mit dem Landkreis verständigen werde.

Die Zahl der Einsätze lag für die Breeser Wehr im vergangenen Jahr bei 15, zwei davon mit tödlichem Ausgang: Der Hausbrand in Karthan im Januar, bei der die Pianistin Helga Teßmann ums Leben kam, sowie der Verkehrunfall im August im Weisener Weg, bei der eine Person in ihrem Fahrzeug eingeklemmt wurde und verstarb. Als einziger bei allen Alarmierungen dabei war Denny Illgeroth, Jugendwart der Breeser Wehr. Dafür dankte ihm Ortswehrführer Holger Kämmerer.

Weil die Breeser Nachwuchsarbeit laut Ortsbürgermeister Werner Steiner so gut funktioniere, sollen die aktuell 20 Kinder und Jugendlichen einen eigenen Raum im hinteren Teil des Feuerwehrgerätehauses erhalten. Seit September 2013 wird daher das Gebäude um- und ausgebaut. 150 000 Euro stehen für die Baumaßnahme von der Gemeinde zur Verfügung, wie Steiner sagt. Das Gerätehaus erhält neben einem separaten Raum für die Jugendwehr einen erweiterten Toilettentrakt. „Bisher gab es nur eine Toilette für alle“, so Holger Kämmerer. „Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird es separate Räume sowie eine moderne Dusche geben.“ Am Ostersonntag sollen die Innenarbeiten abgeschlossen sein. Für die Fertigstellung der Fassade gebe es noch keinen Termin.

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